00:00:04: Herzlich Willkommen zum Ancient Technik Podcast.
00:00:06: Dieser Podcast ist für alle, die Technologie entwickeln, vertreiben oder nutzen.
00:00:12: Für Alle, die immer mal wieder das Gefühl haben, dass Technologie sie überrumpelt oder beherrscht.
00:00:17: Für alle, Die verstehen wollen was Technologie mit uns macht und wie wir unser Leben zurückbekommen.
00:00:23: Dieser podcast ist für die, die technologie sexy machen wollen.
00:00:27: Alli Produkteentwickler Designer UXUI Profis Produktmanager CTOs CEOs Und Für dich.
00:00:37: Mein Name ist Dr.
00:00:39: Pietariska, von meiner Freundin auch Dr.
00:00:41: Peter.
00:00:42: Ich bin dein Gast Geber und freue mich dass du dabei bist.
00:00:51: Willkommen zu einer neuen Folge des Mensch-Technik-Programm!
00:00:56: Ich bin gerade dabei eine neue Keynote zu entwickeln die ich voraussichtlich Mitte Juni auf der WeConnect Car HMI präsentieren werde Und dort werde ich über die größten Challenges, die größte Herausforderung.
00:01:20: Die nächsten großen Dinge, the next big things der Automotive Age in my Entwicklung sprechen.
00:01:26: Ich dachte mir, meinem exklusiven Podcast zuhörer Publikum den kann ich ja mal einen kleinen Preview geben, einen kleinen Spoiler geben worum es da ungefähr gehen wird.
00:01:43: Also, heute die größten Herausforderung Automotive HMI Design und warum wir sie gerade erst anfangen zu verstehen.
00:01:53: Die Gestaltung von Human Machine Interfaces Mensch-Maschine-Schnittstellen HMIs im Automobil war noch nie trivial.
00:02:04: Sie sieht sich im Moment aber einigen spannenden Herausforderungen ausgesetzt.
00:02:13: Über die letzten Jahrzehnte hinweg erfolgte die Entwicklung in einem vergleichsweise klaren Muster.
00:02:18: Mehr Funktionen, mehr Technologie und mehr Möglichkeiten.
00:02:22: Dazu die Themen wie Usability, User Experience.
00:02:27: Das auch teilweise definiert das Thema Usability in der ISO-Schreibung.
00:02:36: Alles war so ein gut überschaubarer Rahmen.
00:02:41: Das HMI war dabei das Bindeglied zwischen Mensch und Technik.
00:02:47: Also ich sage ja immer, HMI auch im Auto ist ein digital analog analog Digitalübersetzer.
00:02:56: also der Mensch als analoges Wesen gibt analoge Signale in diese Glasplatte oder den den Drittrücksteller oder das Touchpad, was auch immer da als Eingabe ins Zimmern vorgesehen ist.
00:03:09: und es wird dann im HMR in digitale Signale dieses analoge, diese analobe Eingabendigitieler-Altalesignale umgewandelt.
00:03:17: Dann der digitalen Black Box hinten drin verarbeitet... ...und auf dem Rückweg wieder in ein analoges Signal zum Beispiel ein Zeichen auf einem Bildschirm oder einen Ton oder eine Sprachausgabe zurück verwandelt.
00:03:32: Und das ist in der Vergangenheit mal besser, mal schlechter gelaufen.
00:03:38: In seiner Rolle war das Edge immer mehr, Ei aber weit gehen, gehen stabil und ich sehe diese Zeiten einem Ende entgegen laufen.
00:03:47: Wir erleben heute gleichzeitig eine Reihe von Umbrüchen die es in dieser Form so noch nicht gegeben hat.
00:03:55: Das automatisierte Fahren bis hin zum Autonomenfahren verändert die Rolle des Menschen im Fahrzeug grundlegend.
00:04:04: KI, künstliche Intelligenz stellt das gesamte Interaktionsparadigma in Frage und neue Player, neue Fahrzeughersteller insbesondere aus China bringen völlig andere Vorstellungen davon mit wie ein Fahrzeug HMI aussehen und funktionieren sollte.
00:04:26: Und da sind so die drei dicken großen offensichtlichen Themen.
00:04:31: unter der Oberfläche sehe ich weitere Sachen die vielleicht noch nicht so richtig auf dem Radar angekommen sind.
00:04:38: Die aber ähnliches Änderungspotenzial mit sich tragen, also software definierte Fahrzeuge.
00:04:46: dann die Frage was ist denn eigentlich das richtige Maß an Displays in Fahrzeugen?
00:04:53: Was ist das richtige Maß an Interaktion bis hin zu vernetzten HMI Ökosysteme wo HMI ist, dass Fahrzeuge schon längst verlassen haben.
00:05:05: Also die physische Bindung an das Fahrzeug nicht mehr existiert.
00:05:11: und dabei geht es nicht nur rein um Usability sondern es geht um Vertrauen, um Kontrolle, um kognitive Entlastung Und am Ende um die Frage welche Rolle der Mensch in einem zunehmend autonom intelligenten System überhaupt noch spielen kann.
00:05:34: Also, heute die größten Herausforderung Automotive HMI Design.
00:05:39: Das ist heute eher so eine Art Übersichtsfolge.
00:05:43: Ich werde auf die einzelnen Themen... ich habe erkannt das ein sehr großes Potenzial hinter und ich werde in den nächsten Wochen in einer losen Folge immer mal wieder eingehen, dass ich mir über das eine oder andere was ich heute hier nur kurz anreise in den letzten Wochen vertiefe.
00:06:05: Wenn wir diese Herausforderung nicht wirklich verstehen, wenn wir weiterhin Technologie bauen die alles kann und nichts zu Menschen passt dann haben wir ein ernsthaftes Problem.
00:06:17: Also die drei Themen heute, die drei offensichtlichen Herausforderungen Die fünf aus meiner Sicht eher unterschätzende Herausforderungen Und als drittes die eine ganz große Herausforderung die so alt seine Meter herausforderung über allem schwebt.
00:06:38: Fangen wir an mit den drei offensichtlichen Herausforderungen.
00:06:42: Automatisierung des Fahrprozesses, künstliche Intelligenz und das Thema HMIs aus China.
00:06:52: Beginnen wir mit der Automation wenn das Auto plötzlich alleine fährt.
00:06:56: Automativierung im Auto ist im Prinzip nichts Neues.
00:06:59: bisher hat sie allerdings vor allem Nebenaufgaben übernommen also vom Schalten mit dem Automatikgetriebe bis hin zum Regen oder Lichtsensor.
00:07:09: Jetzt sind wir an einem Punkt angekommen, an dem sich der Charakter der Automatisierung grundlegend ändert.
00:07:18: Das System greift in die eigentliche Fahraufgabe ein.
00:07:23: Wir verändern das Kernverhältnis zwischen Fahrer und Fahrzeug Und damit wird es Fahrzeug vom passiven Werkzeug zum teils oder auch vollständig aktiven Akteur.
00:07:41: Das heißt, wir bewegen uns vom Interface zur Interaktion auf Augenhöhe.
00:07:47: Die Rolle des HMI ist verschiebt sich.
00:07:50: Es geht nicht mehr nur um einfach wie kann ich es nutzen?
00:07:53: sondern um zentrale Fragen wie wer hat hier eigentlich die Kontrolle?
00:07:58: Wer macht hier gerade einen Moment was?
00:08:00: Was macht das System und was muss der Mensch machen?
00:08:04: Und wann ändert sich das, so dass der Mensch wieder eingreifen muss?
00:08:08: Das heißt... ...das HMI wird mehr zum Mediator zwischen Mensch und Maschine als zum Kommunikator.
00:08:17: Der kritische Punkt sind die Übergaben.
00:08:22: Also die größte Herausforderung liegt in einer klaren Kommunikation von Systemzuständen.
00:08:30: Und damit dann auch gerade auf den Automatisierungslevel zwei und drei die Handover-Situation, also die Übergaben.
00:08:38: Wann wird von manchen auf das Fahrzeug übergeben und wann wird vom Fahrzeug wieder auf den Menschen übergeben?
00:08:44: Und es ist kein Sonderfall wie es vielleicht auf Level vier sein könnte sondern es ist der Normalfall.
00:08:52: Das ist eigentlich ständig wenn ich mit meiner Level zwei Automatisierung unterwegs bin und dann enden auf der Autobahn die Fahrbahnmarkierung, na ja dann muss ich halt wieder wahrnehmen.
00:09:03: Das Problem ist, immer wenn Unklarheit besteht entsteht Unsicherheit und damit dann auch ein Sicherheitsrisiko.
00:09:12: Automatisierung funktioniert nur, wenn der Nutzer sie versteht also nicht in ihrem tiefen technischen Kern sondern im Systemverhalten.
00:09:24: das heißt wir brauchen klare Transparenz statt einer Blackbox verhalten.
00:09:29: Wir brauchen antizipierbare Systemverhalten, wie ändert sich hier was in nächster Zeit?
00:09:36: Und wir brauchen ein kontinuierliches und kontextsenditives Feedback.
00:09:45: mit der Automatisierung verändert sich also das Automotive HMI von der reinen Interaktionsoberfläche hin zu einem System, das Kontrolle, Verantwortung und Vertrauen organisiert.
00:10:03: Also wir werden in Zukunft nicht einfach mehr nur Interfaces gestalten sondern wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zwischen Fahrer und Fahrzeug?
00:10:16: Wie sieht die Kooperation zwischen den beiden aus?
00:10:23: Die zweite große Challenge KI HMI werden das Interface eher in einen Interaktions-Partner verwandeln.
00:10:34: KI hält mit großer Geschwindigkeit Einzug ins Fahrzeug Sprachassistenten haben wir personalisierte Funktionen, lernende Systeme.
00:10:42: Das ist eigentlich alles schon da.
00:10:45: Der eigentliche Umbruch liegt aber tiefer.
00:10:49: KI verändert nicht nur die Funktion Sie verändert das Interaktionsprinzip selbst vom rein deterministischen System zur Wahrscheinlichkeitsgesteuerten Logik.
00:11:04: Also blicken wir zurück, klassische HMIs folgen klar in Regeln.
00:11:07: Ich habe eine Eingabe und dann kriege ich ne Reaktion.
00:11:11: KI-Systeme funktioniert anders.
00:11:13: sie interpretieren, sie bewerten, sie antizipieren.
00:11:17: sie nehmen auch Datenquellen mit auf die nicht offensichtlich sind.
00:11:23: Das heißt, die Ergebnisse sind dann nicht immer mehr so eindeutig vorhersehbar.
00:11:28: Für den Menschen im Fahrzeug für Nutzer- und Nutzerin-, Fahrerfahrerin bedeutet das weniger direkte Kontrolle, mehr Interpretation durchs System auch mehr Unsicherheit im Sinne von Unvorhersagbarkeit im Verhalten des Systems?
00:11:50: Wir bewegen uns von einer Menü-Logik hin zu einer Beziehungslogik.
00:11:57: Ja, also wir bewegen und von Menüs zur Dialogen, von reiner Nutzung eher einer Zusammenarbeit und von Tools zu scheinbaren Partnern.
00:12:13: Also ich weigere mich immer noch Technologie als einen gleichwertigen Partner zum Menschen zu betrachten Aber mit der KI gehen wir einen weiteren Schritt in diese Richtung.
00:12:21: Also von daher nehmen wir mal den Begriff scheinbare Paar.
00:12:28: Die Herausforderung an dieser Stelle ist dann das Erwartungsmanagement.
00:12:34: Wie kann ich die richtigen Erwartungen, wie kann ich das richtige Level der Erwartung setzen?
00:12:38: Was kann die KI wirklich?
00:12:39: Wo liegen ihre Grenzen?
00:12:42: Was funktioniert wann und wie zuverlässig?
00:12:46: Und wann laufe ich ein Problem haben?
00:12:49: Zu hohe Erwartlungen führen zur Frustration und die zu geringe Nutzung zur verschenktem Potenzial.
00:12:59: Das klassische Paradigma Overtrust & Undertrust.
00:13:04: Wir brauchen also Transparenz statt Magie.
00:13:09: Heute sind KI-Systeme eher eine Blackbox, das kann sich im Fahrzeugkontext als problematischer weisen.
00:13:17: Von daher brauchen wir nachvollziehbare Entscheidungen Die sichere Kommunikation von Unsicherheiten und vor allem müssen die Systemgrenzen sichtbar werden.
00:13:27: Es muss nicht alles erklärt werden, aber es muss genug Informationen zum Menschen transferiert werden damit das Vertrauen ermöglicht wird.
00:13:39: Zusammengefasst – die künstliche Intelligenz hat das Potenzial Automotive HMI's auf eine neue Ebene zu heben.
00:13:47: Von der reinen Interaktionsoberfläche zu einem System das interpretiert entscheidet und von sich aus aktiv interagiert.
00:13:57: Die zentrale Herausforderung, die ich sehe ist nicht die Technologie selbst sondern die Frage wie gestaltet man eine Interaktion, die sich intelligent anfühlt ohne den Menschen die Kontrolle zu entziehen?
00:14:17: Kommen wir zum dritten der Hauptpunkte Das Thema chinesische HMIs in europäischen und US-amerikanischen Märkten.
00:14:28: Da treffen Welten aufeinander.
00:14:31: Chinesische Fahrzeuge, chinesischer OEMs, Fahrzeughersteller drängen mit hoher Geschwindigkeit auf internationale nicht asiatische Märkte und bringen natürlich völlig zu Recht ihre eigenen HMI Konzepte mit.
00:14:49: Diese Kontexte sind, diese Konzepte sind einfach anders gestaltet.
00:14:54: Sie basieren auf anderen Nutzungsrealitäten.
00:14:57: sie basieren Auf einer anderen User Experience also die Nutzer Erfahrung Die Chinesen haben möchten.
00:15:06: chinesen und chinesinnen sind völlig anders oder teilweise anders als das was europäisch und amerikanische.
00:15:18: Das ist zum Teil sicher der dem Alter geschuldet, Käufer chinesischer Fahrzeuge sind im Schnitt deutlich jünger als als Europäer und Amerikaner.
00:15:28: aber halt eben auch eine andere technologischen Sozialisierung anderen Use Cases anderen Kontexten in dem die Chinesien unterwegs sind also in China Digital First mit hoher Feature Affinität.
00:15:47: Bedeutet eine starke Integration von Services, von Entertainment auch von Ökosystemen.
00:15:54: In China werden Fahrzeuge als Teil des persönlichen digitalen Ökosesystems also neben Tablets und Smartphones und Smartwatches als ein weiteres Objekt in diesem Ökostem betrachtet.
00:16:08: Das führt dann zu anderen Erwartungen an Personalisierung Geschwindigkeit, an Funktionsumfang mehr Features ein spielerischer Umgang deutlich mehr Software Zentrierung.
00:16:25: Und ja das ist die Realität in China und für viele europäische und erst amerikanischen Nutzer wirkt es schnell überladen wird unklar oder ich frag mich das häufig einfach solltet jetzt?
00:16:41: Ja also wofür ist denn?
00:16:45: Wird dadurch mein Leben ein besseres Leben, dass jetzt da nochmal siebzehn andere Features irgendwie untergebracht sind?
00:16:54: Das eigentliche Problem ist eine fehlende Übersetzung.
00:16:57: Das beginnt mit der schlichten Sprache.
00:17:03: Also ich habe in Fahrzeugen gesessen aus China In denen Eine englische Version des HMIs eingestellt worden.
00:17:12: Ich bin kein englischer Muttersprachler aber trotzdem war mir völlig klar Das geht so nicht.
00:17:20: Bis hin zur Übersetzung der User Experience, der Farbwelten, der Funktionswelten und der Features also in allen Bereichen brauchen wir die.
00:17:34: Also Visual Design ist häufig nicht anschlussfähig an westliche Erwartungen.
00:17:39: das sieht häufig einfach aus.
00:17:42: Nee wollen mal nicht!
00:17:43: Die Interaktionslogik häufig ungewohnt teilweise auch für westliche Nutzer kontra-intoretiv.
00:17:50: Die Features häufig am Bedarf.
00:17:55: in Europa vor meinem Wickel, das das in China alles Sinn macht steht völlig außer Frage.
00:18:00: aber in Europa sieht dann noch vieles anders aus.
00:18:03: also am Ende haben wir ein System dass technisch häufig beeindruckend ist aber nicht wirklich verstanden und akzeptiert werden kann oder auch den Nutzern nicht versteht und akzeptiert.
00:18:20: Und daraus ergibt sich ein strategischer Zielkonflikt, denn viele chinesische OEMs stehen vor allem am Dilemma.
00:18:26: für sie ist der Heimatmarkt der wichtigste Treiber.
00:18:31: ja aber internationale Märkte sollen trotzdem erschlossen werden.
00:18:35: das heißt Sie versuchen mit möglichst geringem Aufwand weil der heimatmarkt höhere Priorität hat trotzdem mit geringen Aufwand die internationalen Märkte zu erschließen.
00:18:48: Das heißt, in der Praxis bekommen wir in Europa nur eine adaptierte Variante eines primär für China entwickelten HMIs.
00:18:56: Und genau hier sehe ich auf der einen Seite ein Problem und auf der anderen Seite eine Chance... ...für Menschen wie mich diese Übersetzungsleistung zu liefern.
00:19:14: Also die Kerneausforderung ist nicht chinesische HMIS eins-zu-eins zu übersetzen sondern Die Herausforderung ist sie komplett neu zu denken auf Basis der jeweiligen Nutzer, Märkte und kulturellen Kontexte.
00:19:29: Denn ein global erfolgreiches Automotive HMI entsteht nicht durch den schieren einfachen Export sondern durch ein echtes interkulturelles Designverständnis.
00:19:48: Gut, machen wir noch einen kurzen Überflug über fünf weitere Herausforderungen, die ich sehe und warum die häufig nicht so sehr im Fokus stehen.
00:20:01: Es gibt diese fünf und vielleicht gibt es noch ein paar mehr Themen, Herausforderung, die tiefgreifend sind, tief greifen sein können aber meiner Meinung nach eben nicht so stark im Fokuss stehen wie sie es sollten.
00:20:19: das erste Thema Software Defined Vehicles.
00:20:24: HMI wird zu einem so genannten Moving Target, also einem beweglichen Ziel.
00:20:30: Die Fahrzeuge von morgen sind softwarezentrierte Systeme die sich kontinuierlich verändern.
00:20:38: Ich nutzte einmal das Bild vom Smartphone.
00:20:41: wenn wir alle unsere Smartphones mit dem Display nach oben nebeneinander legen und ausschalten dann wissen wir da noch nicht mehr welches überhaupt unser eigenes Smartphone ist, geschweige denn das wir sagen können welche Marke oder welches Betriebssystem oder welche Versionsfreiheit.
00:20:56: Sie sehen von außen alle sehr ähnlich aus.
00:20:59: manche sind ein bisschen größer mit einem kleiner mancher haben sie im Meerrahmen.
00:21:03: am Ende sind die sehr gleich.
00:21:05: der wirkliche Unterschied entsteht durch Software dadurch dass wir alle unterschiedliche Apps draufhaben dass wir unterschiedliche Farbfreiheiten haben unseren Startbild schon unterschiedlich gestalten.
00:21:18: Welche Widgets sind da sichtbar und, also alles das macht dann die Unterschiede.
00:21:24: Und das wiederum ist dann hochgradig individuell.
00:21:29: Genau den Weg in Fahrzeuge auch dass wir irgendwann mal Höhlen haben werden, die sich sehr ähnlich sind.
00:21:40: Software, die Software-Ausstattung darüber entscheidet was ist es eigentlich für ein Fahrzeug und wie individualisiere ich das?
00:21:48: Also das wird definitiv kommen.
00:21:50: Das hat Konsequenzen für das HMI.
00:21:53: Die sind nicht mehr statisch Sondern sie werden regelmäßig verändert sei es durch Nutzer oder Nutzerin selber Sei es durch Software Updates sei es Durch Designänderungen also das Feature Änderungen, alles das führt dazu dass Interface ist eben nicht mehr statisch sondern dynamisch werden.
00:22:16: Das heißt am Ende auch, dass Nutzer und Nutzerinnen sich nicht nur einmal sondern dauerhaft neu orientieren müssen.
00:22:24: Und es heisst des Thema Konsistenz also sich selbst Ähnlichkeit sich selbst erhalten.
00:22:32: im HMI wird zur zentralen Designaufgabe über diverse Versionen hinweg.
00:22:40: Wir werden also in Zukunft Komponenten in einem HMI haben müssen, die immer gleich sind während andere sich in einem gewissen Rahmen ändern dürfen.
00:22:54: und an dieser Stelle ist die Herausforderung nicht die schiere Innovation sondern ich möchte Stabilität im Wandel nennen.
00:23:05: Ja, also das ist das was wir sehen.
00:23:09: Der zweite Punkt, Peak Display ist vorbei.
00:23:13: Weniger ist plötzlich wieder mehr diese riesigen Display Landschaften die vor ein paar Jahren noch in allen Demonstratoren in allen Prototypen Fahrzeugen zu sehen waren zwischen den beiden A-Säulen unter der Windschutzscheibe als gesamte Armaturen war eine einzige Glasfläche Mit Informationen, Interaktion, Animation.
00:23:40: Ja all das war so.
00:23:42: der Stand der Dinge schien die Zukunft zu sein Die absolute Innovation.
00:23:46: Das ist das was wir haben wollen.
00:23:49: Das ist nicht mehr der Fall.
00:23:52: Mehr Fläche bedeutet heute Nicht mehr automatisch bessere Usability oder mehr User Experience.
00:23:58: Wir sehen immer wieder äh, ähnliche Konzepte die aber dann teilweise auch relativ traditionell sind.
00:24:05: Ein Display zwischen dem hinter dem Lenkrad ein Display ähm ja zwischen den Vordersitzen vielleicht noch ein Head Up-Display und diese Architekturen ist variiert da mal ein bisschen.
00:24:18: wie sind sie genau positioniert?
00:24:19: wo kommen Sie hin?
00:24:21: Aber am Ende haben wir eine überschaubare Anzahl von von Architektern.
00:24:26: das heißt also als Konsequenz Reduktion und Priorisierung werden wieder entscheidend.
00:24:33: Und die Priorisierung, ich erinnere mich noch in den Zeiten zu Beginn der Nullerjahre als so ein sechst Zoll-Display schon was ziemlich Großes war.
00:24:43: Wir als HMI Designer uns immer überlegen mussten ja mal zeigen wir jetzt anderen darauf.
00:24:47: So viel Platz ist dann doch nicht wenn man dann auch eine ordentliche Schriftgröße oder eiken Größe haben wollen.
00:24:53: Wie können wir denn da entsprechend etwas unterbringen?
00:24:57: Also da bewegen wir uns dann ein Stück weit hin weil die jetzt mit den riesen Displays, da war es egal.
00:25:02: Da konnte ich alles überall wie auch immer darstellen auf alle Arten.
00:25:07: Jetzt habe ich wieder das Problem oder ein Problem ist ja kein Problem, so eine schöne Herausforderung.
00:25:14: Wie machen wir das Ganze?
00:25:15: Also Reduktion, Präosierung Wichtige Informationen müssen wieder schneller erfassbar werden und auch physische Stellteile in Takts- und Elemente gewinnen wieder an Bedeutung.
00:25:28: Das heißt Der Fokus verschiebt sich von alles Anzeigen zu gezielt führen.
00:25:39: Dritter Punkt, Multimutalität.
00:25:41: Viele Kanäle, Interaktionskanäle Sprache, Gestik, Touch, Habtick, verschiedenste Eingabestellteile.
00:25:50: technisch ist vieles möglich.
00:25:53: Die Herausforderung liegt in der sinnvollen Kombination also nicht im simplen Aufaddieren von einzelnen Kanälen, sondern in der Orchesterierung.
00:26:06: Mit einer klaren Zuordnung welcher Kanal macht was und welchem Kontext?
00:26:11: Die Vermeidung von Redundanten oder sogar widersprüchlichen Interaktionen Informationen.
00:26:19: Und ja am Ende haben wir dann halt eben eine Orchestrierung.
00:26:24: also das zusammenführen und abstimmen dieser einzelne Kanäle Und statt jetzt einfach nochmal das auch noch obendrauf und dass auch noch oben drauf, dann wird es schon irgendwie funktionieren.
00:26:37: Es gibt da ein wunderbares Beispiel aus der deutschen Premium Automobilwelt bei der ich das Gefühl hatte als ich drin saß in dem Auto Die haben sich einfach nicht entscheiden können was sie tun und was sie sein lassen und deswegen haben Sie mal alles was es irgendwie gibt Touchpad und Touchscreen und Sprache und Lenkrad Alles ist aufs Armaturenbrett geknackt und gehofft, dass sich das schon irgendwie in der Nutzung... Ich bin jetzt ein bisschen booshaft.
00:27:05: Ich sage auch nicht welcher Hersteller das ist.
00:27:09: Ja also das Nachfolgemodell ist deutlich verschlankt und damit dann doch eine Runde besser.
00:27:16: Das vierte Metathema oder ja was ist das Thema?
00:27:21: Die vierte Herausforderung die so ein bisschen und da war es Vertrauen und Transparenz.
00:27:27: Mit steigender Systemkomplexität wird Vertrauen zum kritischen Erfolgsfaktor.
00:27:32: Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen wissen was sie tun und was passieren wird.
00:27:37: Und gerade wenn wir eben zu Themen wie KI, HMIs mit dabei haben, dann kann das schon ziemlich kritisch werden.
00:27:45: Wir müssten Systemzustände jederzeit klar verständlich darstellen.
00:27:50: Wir mussten Entscheidungen nachvollziehbar machen – also gerade Entscheidungen, die dieses System fällt.
00:27:56: Und das Thema Unsicherheit, Trust, Vertrauen unter Vertrauen.
00:28:03: Also zu geringes Vertrauen sollte aktiv adressiert werden.
00:28:11: Das heißt also am Ende ohne eine Transparenz der Interaktion entsteht keine Akzeptanz.
00:28:20: Leute mögen es nicht wenn sie nicht so richtig wissen was passiert Wenn Sie keine Kontrolle haben.
00:28:27: Ich sage auf meinen Vorlesungen immer, packt den Menschen in den Fahrersitz der Interaktion.
00:28:33: Wenn der Mensch das Gefühl hat ich habe Kontrolle dann haben wir ein gut nutzbares HMI und eine gute Usability.
00:28:40: wenn das nicht der Fall ist eben nicht.
00:28:45: Und der fünfte Punkt sind HMI Ökosysteme.
00:28:49: Das HMI wird flüssig es verlässt das eigentliche Fahrzeug also die Lokalisierung an einem oder in mehreren Orten im Fahrzeug geht verloren.
00:29:03: Das Auto selber, also die rollende Hülle ist längst nicht mehr der einzige Ort der Interaktion.
00:29:10: Wir haben Smartphone-Apps.
00:29:11: wir werden in Zukunft auch PC Apps haben und irgendwann mal von unserem Display am Kühlschrank feststellen können ob das Auto draußen unter dem Carport schon geladen ist.
00:29:21: Daum standen weiß ja nicht, die Ladergeschwindigkeit reduzieren oder was auch immer machen.
00:29:26: Jedenfalls von Orten, die nicht mit dem Fahrzeug verbunden sind also nicht physisch damit verbunden ist sondern nur digital damit verbundet sind.
00:29:36: Fahrzeugfunktionen steuern Für das HMI bedeutet dass wir eine Konsistenz über Kern-Abdikation im Fahrzeug, die Smartphone App über die diversen anderen Instanzen hinweg benötigen.
00:29:53: Also damit dann auch verbunden eine kontextabhängige rollenbasierte Nutzung.
00:30:01: Die Verlagerung bestimmte Interaktionen sollte dann auf externe Geräte machen, also z.B.
00:30:11: Settings machen, Skins downloaden.
00:30:16: ganze Personalisierung macht sich natürlich schöner an einem Rechner zu Hause am Tablet oder PC Zuhause als wenn ich da im Fahrzeug sitze.
00:30:27: Also das Fahrzeug wird zu einem liquiden verteilten System und nicht nur zu einem einzelnen Interface.
00:30:39: Die jetzt hier genannten Herausforderungen sind weniger sichtbar, aber strategisch entscheidend.
00:30:45: Weil sie betreffen nicht nur einzelne Features sondern die gesamte Architektur, die Grundarchitekture moderner Automotive HMIs.
00:30:54: Sie werden dynamisch, reduziert, vernetzt und vertrauenswürdig.
00:31:00: Und sie werden systemisch.
00:31:03: Die Zukunft des Automotive-HMR entscheidet sich nicht an einzelnen großen Innovationen, sondern an unserer Fähigkeit diese leisen strukturellen Herausforderungen zu meistern.
00:31:22: Kommen wir zum dritten Hauptpunkt heute also nach den drei offensichtlichen großen Herausforderungen und den fünf etwas viniersichtbaren Herausforderungen die Meterherausforderung.
00:31:38: Den Menschen im System nicht zu verlieren.
00:31:42: Bei all den technologischen Entwicklungen stellt sich mir eine grundlegende Frage, für wen gestalten wir das eigentlich?
00:31:51: Ja die Themen wie Automatisierung, KI, Software Defined Vehicles immer neuer Features... All das hat eine unheure Dynamik und erzeugt darüber hinaus noch mehr Dynamik!
00:32:02: Und genau hier liegt die größte Gefahr dass wir Systeme bauen die immer mehr können Aber immer weniger zum Menschen passen, zu dem analogen Wesen der wir sind.
00:32:13: Zu dem steinzeitlichen Jäger und Sammler, der genetisch immer noch tief in uns steckt, dass wir da Technologie bauen und konstruieren auf den Markt bringen und vermarkten die einfach nicht mehr passt.
00:32:27: Die zentrale Herausforderung ist aus meiner Sicht nicht technologischer Natur sondern konzeptioneller Natur also nicht die Frage was es möglich sondern was schafft echten Wert?
00:32:40: Was macht das Leben eines Nutzers, einer Nutzerin wirklich besser?
00:32:45: Besser im Sinne von fokussierter schneller schlanker sicherer ja vielleicht auch nur lustiger.
00:32:54: All das sind ja Werte die wir da entzeugen können.
00:32:57: und die Frage ist Schaft eine Technologie diesen Mehrwert ein?
00:33:03: Ein gutes Automotive HMI definiert sich nicht über die Anzahl seiner Funktionen, sondern über den Wert, den es für Nutzer erzeugt.
00:33:13: Technologie im Fahrzeug sollte also das Leben von Menschen konkret verbessern.
00:33:19: Also nicht abstrakt, sondern ganz konkret.
00:33:24: Zum Beispiel eben auf Aufgaben effizienter erledigen, Ablenkungen reduzieren, kritische Situationen besser beherrschbar machen.
00:33:32: Relevant ist ervorheben und wichtiges ausblenden, also im Endeffekt Komplexität reduzieren statt erhöhen.
00:33:40: Und alles was diesem Ziel nicht dient... ...ist Ballast!
00:33:48: Viele heutige HMIs leiden nicht an zu wenig sondern an zu viel.
00:33:51: An zu vielen Funktionen, zu viele Optionen, soviel Interaktion wegen... ...zu vielen Kanälen.
00:33:58: Das Ergebnis am ende ist nicht wirklich Wert.
00:34:01: Wir schaffen damit keine Mehrwert?
00:34:02: Keine Werte Sondern wir schaffen eine kognitive Überlastung.
00:34:09: Und die eigentlich Herausforderung besteht dann darin, am Ende den Menschen konsequent ins Zentrum zu stellen.
00:34:16: Die Fähigkeit in die Grenzen, die Erwartungen seiner Nutzungskontexte, die Use Cases... Das ist der Treiber!
00:34:24: Nicht die Kerntechnologie, die ist ein Umsetzer diesen Helfer sondern die Fähigkeiten, Grenzen erwartungen Kontexte Bedürfnisse Träume eines Nutzers einer Nutzerin.
00:34:38: Das ist der Leitstil.
00:34:43: Zusammengefasst, die Zukunft des Automotive HMIs entscheidet sich nicht an der nächsten Technologie dem Next Big Thing sondern an der richtigen Priorität also Wert statt Feature.
00:34:57: Die beste Technologie ist nicht die, die am meisten kann Sondern die die das Leben der Menschen spürbar besser macht.
00:35:07: Komma zum Ende!
00:35:09: Automotive HDMI stehen an einem Wendepunkt.
00:35:12: Wir sehen immer mehr Technologie, immer mehr Möglichkeiten.
00:35:15: Immer mehr Innovationen als hierzu vor.
00:35:18: und genau deshalb wird eine Sache klarer mit den bisherigen Denkmodellen kommen wir nicht weiter.
00:35:25: Wenn wir diese Entwicklung richtig gestalten wollen reicht es nicht bestehende Konzepte zu optimieren.
00:35:32: Wir sollten sie grundlegend hinterfragen.
00:35:36: weg vom Featuredenken, weg von isolierten Interferences, weg der Technologie um der Technologiewählen hin zu Systemen, die den Menschen wirklich verstehen.
00:35:46: Hinzu Interaktionen, die Vertrauen schaffen.
00:35:49: Hin zu Lösungen, die echten Mehrwert liefern.
00:35:54: Wenn wir das richtig machen wollen müssen wir das ganze Thema komplett neu denken.
00:36:03: Das zum Abschluss.
00:36:07: Ich werde, wie gesagt in einer losen Folge nicht zwangsweise alle zwei Wochen aber immer mal wieder ein Thema aus dieser Folge aufnehmen und nochmal deutlich vertiefen.
00:36:20: So dass vielleicht noch mehr Details kommen, noch mehr Hintergrund.
00:36:25: heute war es eine Übersichtsfolge.
00:36:28: Eine Bitte ich mach's immer mal wenn ihr diesen Podcast mögt ihr denkt, das ist ein Wert für euch.
00:36:39: Dann redet darüber, kommuniziert es, holt einer rein, bewertet ihn, gebt ihm Sternchen, gibt Kommentare auf den verschiedenen Plattformen und empfiehlt ihnen einfach weiter.
00:36:51: Je mehr Menschen mir zuhören, desto besser werde ich gerankt und desto noch mehr Menschen bekommen die Chance hier an meinem Wissen teilhabend.
00:37:05: Das war's für heute!
00:37:07: Ich bedanke mich dafür, dass du Zeit mit mir verbracht hast.
00:37:11: Du hast etwas für dich getan was dir keiner mehr nehmen kann.
00:37:14: Für einen weiteren Austausch findest du mich auf LinkedIn und auf meinen Webseiten www.peter-rösker.com oder unter www.beyond-hmi.de.
00:37:30: Bis zum nächsten Mal!
00:37:31: Pass auf dich auf und bleibt gesund.