Der Mensch Technik Podcast

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Die größten Herausforderungen im Automotive HMI Design

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Automotive HMI steht an einem Wendepunkt. Was jahrzehntelang einem klaren Muster folgte, mehr Funktionen, mehr Technologie, gerät ins Wanken.cAutomatisierung verändert die Rolle des Fahrers.cKünstliche Intelligenz stellt das Interaktionsprinzip infrage. Und neue Player, insbesondere aus China, bringen völlig andere HMI-Logiken mit.
Doch das ist nur die Oberfläche. Unter der Haube entstehen tiefgreifende Veränderungen:
Software-Defined Vehicles, Peak Display, Multimodalität, HMI-Ökosysteme.
Und mittendrin eine entscheidende Verschiebung: Es geht nicht mehr nur um Usability, sondern um Vertrauen, Kontrolle und kognitive Entlastung.
In dieser Folge gebe ich einen strukturierten Überblick über:
- Die 3 offensichtlichen Herausforderungen
- Die 5 unterschätzten Entwicklungen
- Die eine zentrale Meta-Herausforderung: den Menschen im System nicht zu verlieren
Denn genau hier entscheidet sich die Zukunft: Bauen wir weiterhin Feature-Monster oder schaffen wir echten Mehrwert?

The Revenge of the Analog: Warum der Mensch kein digitales Wesen ist

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Seit Jahren folgt Technologie einem klaren Narrativ: mehr Digitalisierung, mehr Displays, mehr Automatisierung. Doch leise entsteht eine Gegenbewegung, die Rückkehr des Analogen.
In dieser Episode des Mensch-Technik Podcasts geht es um den Menschen als zutiefst analoges Wesen, geprägt von Millionen Jahren Evolution, nicht von 50 Jahren Digitalität. Anhand von Beispielen aus The Revenge of Analog von David Sax wird deutlich, warum analoge Erlebnisse wieder an Bedeutung gewinnen.
Und vor allem: Was bedeutet das für die Automobilindustrie? Warum stoßen Touch-only-Konzepte an ihre Grenzen, warum gehört die Zukunft hybriden, multimodalen HMIs?
Eine Episode über kognitive Grenzen, echte Erlebnisse und die wichtigste Erkenntnis: Die Zukunft ist nicht digital. Sie ist menschlich.

Wie viel Mensch wollen wir noch sein?

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Technologie war lange ein Werkzeug. Etwas außerhalb von uns. Heute verändert sich das grundlegend. Sie rückt näher, von unseren Schreibtischen in unsere Taschen, von dort auf unsere Haut und bald in unsere Körper. Damit verschiebt sich die zentrale Frage: Es geht nicht mehr nur darum, was technisch möglich ist. Es geht darum, was es bedeutet, Mensch zu sein.
In dieser Folge beleuchte ich drei Entwicklungen:
- Die Verschmelzung von Mensch und Technik,
- Die aktive Gestaltung unserer eigenen Evolution
- Humanoide Roboter als Spiegel unseres Selbstbildes.
Die unbequeme Erkenntnis: Nicht die Technologie ist der Engpass, sondern wir. Am Ende bleiben entscheidende Fragen: Was wollen wir bewahren? Wie schaffen wir es, Humanismus als Designprinzip zu denken, für eine Zukunft, in der Technologie dem Menschen dient und nicht umgekehrt?

Usability kostet kein Geld. Schlechte Usability schon.

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Usability kostet kein Geld. Schlechte Usability schon.
In dieser Folge geht es um den ROI of Usability: Warum nutzerfreundliche Produkte erfolgreicher sind, warum schlechte UX Supportkosten, Frust und Marktprobleme erzeugt – und weshalb Usability kein Designthema, sondern ein Business-Thema ist. Mit starken Positivbeispielen wie iPhone, Amazon 1-Click und TomTom sowie prominenten Flops wie Humane AI Pin, Zune und Google Glass.

CES 2026 Teil 4: Die offenen Fragen

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Zum Abschluss meiner CES-Serie geht es nicht um neue Produkte oder noch mehr KI. Es geht um die für mich offen gebliebenen Fragen.
Die CES 2026 hat gezeigt: Das Problem ist nicht mehr, was technologisch möglich ist – sondern was menschlich sinnvoll ist. Ich diskutiere vier zentrale Themen:
1. Wohin entwickelt sich die Automobilindustrie – Plattform oder Produkt?
2. Welche Rolle spielt die CES künftig für Automotive? Bühne oder Frühwarnsystem?
3. Wohin steuern Automotive-HMIs – mehr Screens oder mehr Menschlichkeit?
4. Welche Rolle werden Roboter wirklich spielen – Problemlöser oder Messe-Show?
Mein Fazit: Die Zukunft gehört nicht Maschinen, die Menschen ersetzen, sondern Systemen, die sie verstehen, respektieren und stärken. Wenn Du wissen willst, wo die strategischen Spannungsfelder der nächsten Jahre liegen, ist diese Episode für Dich.

CES 2026 Teil 3: Beyond Automotive - Die Rache des Analogen & Physical AI

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Dritte Folge zur CES 2026! Wenn Du die ersten beiden Episoden noch nicht gehört hast, starte am besten dort, diese Folge baut darauf auf. Diesmal verlassen wir die Automotive-Hallen und schauen auf die Technologien, die unseren Alltag jenseits des Autos verändern werden.
In dieser Episode geht es um sechs zentrale Trends:
- Die „Rache des Analogen“ – warum physische Interaktion plötzlich wieder Menschen anzieht
- Die Verschmelzung von Robotik und Künstlicher Intelligenz
- Smart Glasses als neue, leise Interface-Schicht
- Haushaltsgeräte als Computing-Hubs im Smart Home
- Exoskelette als echte menschliche Augmentation
- Physical AI – wenn KI beginnt, in der realen Welt zu handeln
Eine der überraschendsten Beobachtungen: Die längsten Warteschlangen bildeten sich nicht vor den spektakulärsten Displays, sondern vor Flipperautomaten, Schachbrettern und physischer Interaktion. In einer Welt voller Screens wächst die Sehnsucht nach Haptik, Greifbarkeit und unmittelbarem Feedback. Die Zukunft ist nicht digital oder analog, sie ist digital-intelligent mit analogen, menschlichen Interfaces.
Gleichzeitig wurde klar: Der größte Technologie-Trend der CES ist die Konvergenz von Robotik und KI. Maschinen werden zu verkörperter Intelligenz, Systeme, die nicht nur entscheiden, sondern handeln. Von Smart Glasses über Haushaltsgeräte bis hin zu Exoskeletten zeigt sich ein gemeinsames Muster: Technologie wird körperlicher, leiser und stärker auf den Menschen ausgerichtet.
Diese Episode verbindet alle Beobachtungen zu einem großen Bild: Wir bewegen uns von reiner Digitalisierung hin zu Physical AI, intelligenter Technologie, die in unserer realen Welt wahrnimmt, entscheidet und handelt.

CES 2026 Teil 2: Automotive im Umbruch

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In dieser zweiten Episode meiner CES-2026-Reihe geht es um Automotive, Mobilität und HMIs. Nach dem allgemeinen CES-Überblick der letzten Folge zoome ich jetzt hinein in Trends, Technologien und Produkte, die zeigen, wohin sich die Mobilitäts-Branche wirklich bewegt. Ich spreche über:
- das Software-Defined Vehicle als neue Realität
- den überraschend schnellen Fortschritt bei automatisiertem und autonomem Fahren
- Voice AI, In-Cabin Sensing und humane HMIs als Schlüsseltechnologien
- Android Automotive als Cross-Mobility-Plattform
- neue UX-Narrative von BMW, Mikromobilität und Beyond-Car-Concepts
- warum wir Peak Display vermutlich hinter uns gelassen haben
Diese Folge liefert keine Buzzwords, sondern eine klare Einordnung der CES 2026 aus HMI-, UX- und Human-Factors-Perspektive.
Hinweis: Wenn du die vorherige CES-Folge noch nicht gehört hast, starte unbedingt dort.

CES 2026 Teil 1: Was die Show wirklich erzählt

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Die CES 2026 ist vorbei, aber die eigentliche Arbeit beginnt jetzt. In dieser ersten von vier Episoden ordne ich die Show als Ganzes ein: Wer war da und wer auffällig nicht? Warum dominierten Tech-Giganten, Software-Ökosysteme, Zweiräder und Micromobility die Hallen, während klassische OEM-Schwergewichte fast komplett fehlten?
Ich spreche über die spürbare Verschiebung der Automotive-Aussteller und darüber, was das für die Beziehung zwischen CES und Autoindustrie bedeutet. Dazu meine drei persönlichen Highlights, meine größten Enttäuschungen und den gruseligsten Moment der Messe.
Zum Schluss geht’s um das, worüber die CES kaum gesprochen hat: Ethik nicht als Checkbox, sondern als Designfrage. Kognitive Belastung, Skill Erosion, Vertrauen statt Abhängigkeit. CES 2026 zeigt, was möglich ist – aber selten, was sinnvoll ist.

Warum Software das Auto neu erfindet

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Software Defined Vehicles sind weit mehr als ein technisches Upgrade, sie markieren einen kulturellen, organisatorischen und strategischen Paradigmenwechsel in der Automobilindustrie. Die Fahrzeuge, die heute auf unseren Straßen stehen, sind digitale Ökosysteme auf Rädern: evolvierende Systeme, permanente Beta-Versionen, Plattformen für Dienste, Daten und neue Geschäftsmodelle.
In dieser Episode nehme ich euch mit auf eine Reise durch meine Eindrücke einer aktuellen SDV-Konferenz, nicht als klassischer Bericht, sondern als Sammlung von Gedanken, Beobachtungen und Spannungsfeldern, die sich in Diskussionen, Panels und Gesprächen verdichtet haben. Es geht um die Frage, wie wir die immense Komplexität softwaregetriebener Fahrzeuge so orchestrieren, dass daraus wertstiftende, vertrauenswürdige und menschzentrierte Nutzererlebnisse entstehen.
Wir betrachten drei Perspektiven auf SDVs, technisch, geschäftlich und aus Sicht von UX/HMI, und beleuchten, warum Software Defined Vehicles ohne ein tiefes Verständnis des Menschen nicht funktionieren werden. Danach geht es um SDV-Strategien: vom hardwarezentrierten Artefakt zur skalierbaren Mobilitätsplattform. Und schließlich sprechen wir über Use Cases: was heute schon Realität ist, was morgen kommt und welche Aspekte die Branche bislang noch übersehen hat.
Taucht mit mir ein in die Zukunft der Mobilität und in die Frage, was Software Defined Vehicles wirklich bedeuten.

Die drei großen HMI Challenges

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Die drei großen Herausforderungen, die das Automotive HMI in den nächsten Jahren radikal verändern werden:
1. Automatisierung
- Wie verändert sich das HMI, wenn Fahraufgaben geteilt werden?
- Wie gelingt Situation Awareness bei Level 3 und wie kompensieren wir Kompetenzverluste bei Level 4?
- Warum ist Level 2 aus HMI-Sicht der gefährlichste und am schlechtesten gelöste Bereich?
2. Künstliche Intelligenz
- Wie macht KI das HMI adaptiver, fluider und kontextsensitiver?
- Welche Funktionen sind nur durch KI erstmals überhaupt möglich?
- Wie verändert KI die Art, wie wir HMIs entwickeln – von generativem Design bis Predictive Testing?
3. Chinesische HMIs in Europa
- Warum sind chinesische Cockpit-Designs beeindruckend, aber nur bedingt europatauglich?
- Wie übersetzen wir nicht nur Sprache und Farben, sondern Geschmack, Ästhetik und kulturelle Technikwahrnehmung?
- Warum braucht Europa kein lokalisiertes chinesisches HMI, sondern ein neu gedachtes?
Ich stelle viele Fragen, von denen wir einige heute beantworten können. Die meisten aber lassen sich nur gemeinsam lösen, in konkreten Projekten, mit echten Nutzern, realen Fahrzeugen und validen Daten. Die Zukunft des HMI wird nicht beobachtet. Sie wird gestaltet. Gemeinsam.

Über diesen Podcast

Es geht um das Verhältnis von Mensch und Technik, um die Gestaltung von Technologie. Es geht darum, wie wir unsere Leben zurückbekommen, indem wir uns aus der Technologiesucht befreien. Technologie hat zwei dicke Probleme: sie ist schwer zugänglich und sie macht süchtig. Ich möchte das Leben meiner Zuhörer besser machen, in dem ich ihnen die Augen öffne, was die Gestaltung von und den Umgang mit Technologie angeht. Mein Ziel ist es, den Blick auf die Welt verändern und sie damit zu einem besseren Ort machen.

von und mit Dr. Peter Rössger

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