Der Mensch Technik Podcast

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00:00:04: Herzlich Willkommen zum Ancient Technik Podcast.

00:00:06: Dieser Podcast ist für alle, die Technologie entwickeln, vertreiben oder nutzen.

00:00:12: Für Alle, die immer mal wieder das Gefühl haben, dass Technologie sie überrumpelt oder beherrscht.

00:00:17: Für alle, Die verstehen wollen was Technologie mit uns macht und wie wir unser Leben zurückbekommen.

00:00:23: Dieser podcast ist für die, die technologie sexy machen wollen.

00:00:27: Alli Produkteentwickler Designer UXUI Profis Produktmanager CTOs CEOs Und Für dich.

00:00:37: Mein Name ist Dr.

00:00:39: Pietariska, von meiner Freundin auch Dr.

00:00:41: Peter.

00:00:42: Ich bin dein Gastgeber und freue mich dass du dabei bist.

00:00:53: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge des Menschtechnik Podcasts!

00:01:01: Ihr seid dieses mal Zeugen einer Premiere?

00:01:07: Auch immer wieder mal Doppelfolgen gemacht, wenn es ein bisschen viel Stoff war.

00:01:12: Die allermeisten Episoden sind Einzelepisonen in sich abgeschlossen.

00:01:19: Diese Folge ist der Auftakt zu einer Trippelfolge also drei Episode die zusammengehören, die einen Thema geben, die ein Thema behandeln und Ja, die dann auch am Ende des Tages ein Stück weit zusammengehören.

00:01:40: Hintergrund ist ich habe oder ich bin im Moment in den Vorbereitungen für die CES-SYBINON-SWANZIG ganz ungewohnte SYBENON-SSWAN-ZIG und ja, bin da mal so bisschen nach vorne zu gucken und dachte mir nämlich nach vorne gucke kann ihr nach hinten gucken folgendes Experiment gemacht.

00:02:01: Ihr wisst, ich schreibe jedes Mal einen Report von der CES und ich habe die mal nebeneinander gelegt und geschaut... Was hat sich denn in den letzten fünf Jahren?

00:02:14: Also, ... was hat sich da verändert?

00:02:21: Es soll jetzt nicht irgendwie eine Zusammenfassung dieser Reports sein sondern was ich tun möchte ist einzelne Linien, Technologielinien, Entwicklungslinien nachzuzeichnen.

00:02:34: Was ist da in den letzten fünf Jahren eigentlich passiert?

00:02:39: Vieles davon überlappt sich viele Dinge sind miteinander verwoben.

00:02:45: das eine ist ohne das andere nicht denkbar.

00:02:48: vieles widerspricht sich wird ein spannende Sache und zwar auch eine super spannende Übung des zu machen.

00:02:55: Und ja, da ist eine Unmengen an Stoff bei rausgekommen.

00:02:58: Ich kann schon mal tiesern sind zehn ein halb Themen die ich in dieser der nächsten und übernächsten Folge durchgehen möchte muss dann sage ich das sind wir so.

00:03:10: entsprechend Linien sind heute drei Technologie Themen komme ich gleich nochmal drauf wird aber jetzt nur die erste dieser dieser Trippelfolgen nutzen um Ja, einen kleinen Überblick zu machen.

00:03:24: Also ich war diese fünfmal in Las Vegas und bin fast jedes Mal in Las Vegas.

00:03:29: Ausnahme war einundzwanzig zwanzig einundzwanzig da war die Corona-Pause Da hat das ganze ausschließlich online stattgefunden Und alles was danach passiert ist starten.

00:03:39: mit zweiundzwantig habe ich hier berücksichtigt Tausende Aussteller hunderte Gespräche unglaublich viel neue Technologien und vor allem unglaublich viel Kilometer zu Fuß durch die Messe heilen, durch Las Vegas hin und zurück in die Shuttlebusse usw.

00:03:56: Autos, Displays, Sensoren, Software, künstliche Intelligenz Roboter und unmengen Anzeug bei denen ich mich häufig gefragt habe welches Problem lösen sie hier eigentlich an?

00:04:14: Die report zwischen deninandergelegt und will jetzt nicht irgendwie sagen ja, zwanzig zweiundzwanzig war das und sondern es geht mir darum.

00:04:22: Was bedeutet eigentlich dass was wir gesehen haben wie welche Bedeutung haben diese Entwicklungslinien für uns als menschen als Menschheit als gesellschaft?

00:04:33: Und Ja da wird.

00:04:35: die übung habe ich durchgeführt und klar ist technologisch verändert logisch Aber es hat sich auch was Grundsätzliches verändert.

00:04:44: Also, nur so ein paar Highlights... ...twanzig-zweiundzwanzig habe ich über neue Elektroautohersteller geschrieben,... ...ich hab' über Micro Mobility geschrieben, über Ladeinfrastrukturen,... ...über Leader die Technologie ist Lichtbasierte Radar,... ...über Driver Monitoring also den Fahrerüberwachung,... ...ein ganzes Software Ökosysteme und sechsenzwanziger als... die sie erst komplett sich von der Pandemie wieder erholt hatte, waren wieder fast zu einer Fünfzigtausend Menschen da und es war wieder riesig.

00:05:19: Und was nicht zurückgekommen ist, ist die Autoindustrie.

00:05:24: Ja also viele der großen Auto Hersteller, die Jahre davor mit gewaltigen Auftritten in Las Vegas vertreten waren sind verschwunden oder haben ihre Präsenz massiv reduziert?

00:05:34: Es gibt eine Ausnahme des BMWs, die haben auch massiv reduziert aber sind immer noch präsent.

00:05:40: Ich überlege was Audi, was Mercedes... ...was der Land ist für Riesenstände hatten und jetzt sind die einfach nicht mehr da.

00:05:48: Und gleichzeitig sind so ein Software-Unternehmen AI Startups, Sensore, Hersteller, Plattformanwieter, Robotikunternehmen nochmal deutlich sichtbar geworden.

00:05:57: Also das Auto verschwindet nicht aber die zentrale Rolle, die es über viele Jahre gespielt hat, ist weg.

00:06:05: Das ist erst mal nur eine Veränderung, die ich rauskomme.

00:06:08: Software wurde vom Feature zur Grundlage des Fahrzeugs.

00:06:12: AI, Künstliche Intelligenz hat nur wenige Jahre gebraucht von quasi nicht vorhanden bis omnipresent allgegenwärtig.

00:06:23: Autonomes Fahren hat sich von spektakulären Zukunftsversprechungen gewandelt zu doch erstaunlich konkreten Anwendungen.

00:06:31: Suchs fährt durch Las Vegas mit entsprechenden Autos.

00:06:35: Displays wurden erst einmal größer Und irgendwann haben wir uns gefragt, ob das größer wirklich besser ist und haben festgestellt nie es nicht der Fall.

00:06:45: Da hat sich also eine gewisse Sättigung eingestellt und im Computer bekommt Arme und Beine.

00:06:53: Ja wenn ich mal so die fünf Jahre mir anschaue gibt's dann eine Reihe von Transformationen die ich sehe.

00:06:59: Also von Produkten zu Plattformen Von Autos zum Mobilitätsökussystem HMIs, Human Machine Interfaces, Menschmaschinen Schnittstellen hin zu Beziehungen.

00:07:12: Von KI auf einem Bildschirm... ...hin zu einer KI in einer physischen Welt.

00:07:19: und was ich auch zunehmend wahrnehme ist, was es technologisch möglich ist.

00:07:26: eine Frage aber die deutlich wichtigere Frage, die ich mehr und mehr wahrnehmer.

00:07:31: Was davon sollten wir eigentlich tun?

00:07:33: Also was sollten wir machen?

00:07:35: Und genau darum Geht es in dieser Folge, in den beiden Folgenden?

00:07:38: Nicht also um die coolsten Technologien und was hat die CES bewegt in einem konkreten Jahr sondern was für Linien sind da.

00:07:49: Und was davon könnte dann auch entscheidend sein wenn ich im Januar ist, also im Jannuar ist es im Jahr twenty-seventeen wieder ein Lasvegas bin und dort mache schaue was ist los.

00:08:00: Ein paar generische Erkenntnisse zum Auftakt.

00:08:03: Also die Zukunft kommt nicht so wie Sie erwarten.

00:08:05: Das ist klar, es gibt nicht so eine Zukunft da die so einen Zug auf uns zukommt und überrollt uns dann irgendwann.

00:08:12: Also eine Welle, die wir nicht stoppen können.

00:08:15: Es gibt im Moment heute und es gibt immer in jedem einzelnen konkreten Zeitpunkt nahezu unendlich viele mögliche Zukunft.

00:08:24: Und in einigen fahren wir autonome Autos In anderen sitzen wir vielleicht gar keine Autos mehr und in einer Zukunft drehen wir permanent mit KI-Agenten In einer anderen arbeitet KI weitgehend unsichtbar.

00:08:34: Ja, vielleicht leben dann humanien Roboter irgendwann mit uns im Haushalt und fletschen wir auch fest, dass ein Roboter überhaupt nicht aussehen muss wie ein Mensch.

00:08:42: Und da sind nun mal so ganz grob ein paar Sachen hingeworfen was alles so möglich ist.

00:08:49: Was davon Realität wird?

00:08:50: Ist nicht eine Frage des technologischen Fortschritts sondern es hängt von Entscheidungen ab.

00:08:56: Einige dieser Entscheidungen fällt jede und jeder einzelne von uns.

00:09:03: von Unternehmen investieren Milliarden in bestimmte Technologien und verwerfen diese dann auch wieder.

00:09:10: Wir sind abhängig davon von Ingenieuren, von Designern die Produkte entwickeln.

00:09:13: Es gibt politische Entscheidungen.

00:09:16: Moment wird ja gerade diskutiert löscht KI die Menschheit aus und wie wird das reguliert?

00:09:22: Wie entwickeln sich Märkte?

00:09:25: Im Moment stellen wir zum Beispiel fest dass Elektrofahrzeuge in Deutschland extrem nachgefragt sind.

00:09:31: Was passiert denn da eigentlich?

00:09:33: Nachdem es von einem Jahr noch ganz anders aussah.

00:09:35: Das hat vorwähig die Nachtschichten in den Elektro-Auto-Werken gestrichen, heute streichen sie die Nachtgeschichten in der Verbrennerproduktion.

00:09:47: Also am Ende hängt das Ganze ab von uns als Nutzern, als Menschen und als Nutzerinnen die Technologien annehmen, diese ignorieren oder ablehnen.

00:10:03: Ja und wir sind dieser Zukunft nicht ausgeliefert, wir produzieren sie!

00:10:06: Wir produzieren jeden Tag Zukunft.

00:10:08: mit jeder Entscheidung die wir fällen, produzieren wir Zukunft Die drei Themen umdies heute gehen sollen.

00:10:16: euch würde also diese Episode Drei Themen machen.

00:10:19: an der nächsten Episode werde ich vier Themen mir genauer anschauen Und in der finalen dann dreieinhalb.

00:10:26: und was dieses eine halbe ist Das tiese ich jetzt an.

00:10:30: das kommt dann entsprechend in der Folge, in der ich darüber reden werde.

00:10:36: Also zehn eineinhalb Trends in drei Folgen heute.

00:10:41: CES ist wieder da nach Corona.

00:10:44: die Automobilhersteller fehlen praktisch völlig.

00:10:49: zweiter Punkt Mobilität statt Automobil.

00:10:53: und drittens die Rolle des Software im Fahrzeug von Funktion zu Grundlage!

00:11:04: Lass uns mit dem ersten Thema anfangen.

00:11:07: Also, Zweiundzwanzig-Zwanzig war eine sehr seltsame CES, also Corona war noch sehr präsent und viele Unternehmen hatten ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt.

00:11:16: Statt der Vier-Einhalbtausend Aussteller kamen vielleicht noch zwei Tausend Dreihundertnachlass-Vegas.

00:11:22: die Besucherzahlen sind von Hundertsebzigtausenden auf Vierzichttausende eingebrochen, Hallen waren leer.

00:11:28: Ich hatte ständig Gary Moores Empty Rooms im Ohr, als ich dadurch die Hallen gelaufen bin.

00:11:35: Und meine Hoffnung war damals... hoffentlich kommt sie zurück!

00:11:38: Ja?

00:11:38: Dreiundzwanzig waren wieder mehr als dreitausend Aussteller und hundertsehntausend Besucher.

00:11:45: Die Westhall, die inzwischen die Automotive-Halle ist, war ausverkauft.

00:11:50: Zwanzigvier in zwanzig viertausenddreieinhalb Ausstellungen, hundertdreißigtausende Zusteller, zwanzivünzwanzig mehr als vierneibtausend Aussteller und ja hundertvierzichttausende Besucher.

00:12:04: Also die CES war wieder da, was gefehlt hat, war die Automobilindustrie oder die Automobilhersteller.

00:12:11: Und das ist super spannend denn über viele Jahre hatte sich die Ces zu einem einer der wichtigsten Automessen der Welt entwickelt.

00:12:18: Ja ich denke sogar es war die wichtigste Zukunftmesser für die Autoindustrie und nicht die klassischen Autoshows.

00:12:27: Und klar, es ergab Sinn.

00:12:28: Das Auto wurde digital connected, automatisiert, elektrisch, software definiert.

00:12:33: Da ging's um Displays, Chips, Sensoren, Software Cloud Services und User Experience war aber mindestens genauso wichtig wie Motorenfahrwerke und Getriebe.

00:12:45: Wo sollte man über die Zukunft des Autos reden wenn nicht auf der größten Technologie-Messe in der Welt?

00:12:50: Also, kam die Autohersteller Mercedes-Bmw Audi Toyota General Motors Hyundai Stellantis.

00:12:55: Die baut eine riesige Messestelle.

00:12:57: Das wurden Konzeptcars gezeigt, autonome Autos, riesige Displays und manchmal recht wilde Versionen davon was wir in Zukunft machen.

00:13:07: Und dann begann es zu kippen.

00:13:09: Richtig sichtbar wurde das erste Mal zwanzig vierundzwanzig.

00:13:13: Stellantis war nicht mehr da.

00:13:14: BMW Mercedes reduzierten ihre Aktivitäten deutlich.

00:13:17: Dann wurden andere Player wichtiger.

00:13:19: Automotive Start-ups, Hersteller von Land und Baumaschinen, Supplier, Toolprovider also Firmen die die Software Tools zur Verfügung stellen, Serviceunternehmen Entwickler.

00:13:30: Und meinem damaligen Report habe ich geschrieben dass die Innovationskraft zwischen OEMs und Suppliers immer schon hin und her gependelt ist.

00:13:42: Ein Jahr später, für zwanzigfünfundzwanzig, fehlten dann an Audi Mercedes und Volkswagen.

00:13:49: General Motors Ford – der Land war kaum oder gar nicht mehr sichtbar.

00:13:53: Und selbst größere Zulieferer wie Magna ZF oder Forvia blieben ja CS-Fern und reduzierten ihre Präsenz.

00:14:02: Klar, Automotive war irgendwie meiner Präsenz.

00:14:04: Honda zeigte neue Elektrofahrzeuge BMW präsierte die nächste Generation seines iDrive Sony und Honda machten aus dem jahrelang gezeichnet.

00:14:14: Sony Concept Car schließt sich den Affila One Und die Westhall beherbergte immer noch in Zwei Hundert Fünfzig Unternehmen Aus Automobilen, Zulieferern Technologie Services und gleichzeitig bereitete sich die Micromobility aus mit Elektromotorrädern, E-Bikes, Scootern und das schwappte dann auch in den North Hall über.

00:14:38: Also Automotive war nicht verschwunden aber es hat sich was verändert.

00:14:43: Und dieses Jahr, im Jahr ist es eigentlich nicht mehr zu übersehen.

00:14:48: Wir erzählen es nicht da Audi oder Toyota, der Land ist nicht da.

00:14:53: BMW war der einzige etablierte westliche OEM mit einem ganz klaren offiziellen Auftritt.

00:14:59: Aus China waren man Gillian und Great War Motors vertreten.

00:15:02: Hyundai war ebenfalls da, aber nicht mit einem Automotive-Auftritt sondern Robotik-Automatisierung.

00:15:10: Nein schon das!

00:15:11: Erzählt ihr eine Geschichte?

00:15:12: Da ist ja was dahinter.

00:15:14: So ein Automobiliersteller kommt zu CES und zeigt keine Autos Und vielleicht ist das wichtiger als normalen schickes Konzept Car Ist Automoto auf dem Rückzug?

00:15:26: Ja oder nein?

00:15:27: Wenn man nur die Logos der klassischen OEMs zählt, dann ist die Antwort eindeutig.

00:15:31: Die Automobilindustrie hat auf das CES massiv an Sichtbarkeit verloren.

00:15:36: Wenn man dagegen schaut welche Technologien das Auto der Zukunft bestimmen werden sieht die Sache anders aus.

00:15:42: Künstliche Intelligenz Chips Sensor und Software Cloud Strukturen Cyber Security Roboter, sprachente Aktionen, Innenraumüberwachung, ganzen haptischen Themen, digitale Ökosysteme.

00:15:57: Und all das war sehr präsent auf der CES und all das ist in Zukunft automotive.

00:16:03: Ja da steht nicht mehr Mercedes Audi oder Volkswagen über dem Messestand sondern die CES wird stärker von Technologieunternehmen, Software- und Plattformanbietern, KI-Stardubs, Sensorunternehmen geprägt.

00:16:16: also Mobilität scheint zunehmend als Anwendungsebene auf einer digitalen, datengetriebenen, KI-basierten technologischen Infrastruktur.

00:16:25: Und das verändert die Perspektive ein und vielleicht zieht sich die Automobilindustrie erst ganzes nicht unbedingt von der CES zurück.

00:16:33: Vielleicht verliert die traditionelle Automobil Industrie ihre bisherige Deutungshoheit darüber was sein Auto eigentlich ist, was Automotive eigentlich ist?

00:16:47: Drolliger Unterschied, vor zehn oder fünfzehn Jahren könnte ein Autohersteller relativ selbstverständlich eine Vision des zukünftigen Autos auf die Bühne stellen.

00:16:54: Das Fahrzeug stand im Mittelpunkt und die Technologien wurden da rumgebaut.

00:16:58: Heute verändert sich die Reihenfrage.

00:17:01: KI entwickelt sich unabhängig vom Auto, Chips entwickeln sich unabbengig vom auto, Cloud-Plattformen entwickeln sie unabhängig für das Auto, Robotics entwickeln es sich unAbhängig von dem Auto Consumer Electronics entwickeln sich auch unabhängig vom Auto und irgendwann treffen all diese Entwicklungen auf das Fahrzeug.

00:17:18: Das Auto ist dann nicht mehr automatisch der Ort an dem die Zukunft erfunden wird, es wird zu einem Ort in dem die zukunftstechnologien angewendet werden.

00:17:27: Und das ist für eine Industrie, die seit deutlich über hundert Jahren gewohnt war ihre Produkte Technologien und Wertschaffungsküttel weitgehend selbst zu definieren keine Kleinigkeit.

00:17:38: Es erklärt vielleicht auch, warum die Abwesenheit der OEMs auf das CES für mich so auffällig ist.

00:17:43: Denn eigentlich müsste genau das Gegenteil passieren.

00:17:46: wenn KI-Software, Plattformen und Chips dann so ein Rig User Experience immer wichtiger für das Auto werden Dann müsste eine Messe auf der all diese Dinge zusammenkommen Für die Automobilindustrie wichtig werden Und nicht unwichtiger!

00:18:01: In dem letzten Report, den ich geschrieben habe, habe ich deshalb die Frage gestellt welche Rolle die CES vor Automotive wünftig überhaupt noch spielen kann.

00:18:10: Und meine Antwort war nicht gar keine!

00:18:12: Im Gegenteil, CES verändert ihre Funktionen.

00:18:14: Sie ist weniger eine Automotive Show sondern ein Technologie-Marktplatz und vor allem auch einen Technologierer da Ein Ort an dem wir beobachten können wie schnell sich Industrien außerhalb der eigenen Bewegen welche Technologien entstehen?

00:18:29: Welche neuen Abhängigkeiten entwickeln sich?

00:18:31: Welchen neuen Player Tauchen auf?

00:18:33: welche Teile der eigenen Wertschöpfung werden plötzlich von Unternehmen definiert die gestern noch gar nichts mit dem Auto zu tun hatten.

00:18:42: Und vielleicht ist deswegen die falsche Frage, warum kommen so wenige Autohörsteller zur CES?

00:18:47: Die interessantere Frage ist doch, können sich Autohersteller überhaupt noch leisten nicht hinzuschauen?

00:18:54: Denn die CES braucht die Automobilindustrie inzwischen vielleicht weniger als früher Aber die Automobilindustrie könnte die CEs heute mehr brauchen... ...as je zuvor.

00:19:08: Kommen wir zum zweiten Punkt Das Auto verschwindet.

00:19:12: Mobilität verschwindet nicht.

00:19:13: Wenn man über CES und die Automobilindustrie spricht, passiert eines fast automatisch – man sucht da Autos!

00:19:22: Welche neuen Fahrzeuge werden gezeigt?

00:19:23: Welche neue Hersteller tauchen auf?

00:19:25: Welches Concept Car stehen auf dem Bühne?

00:19:26: Wer hat das spektakulärste Kombi-Instrument?

00:19:29: Das haben wir natürlich auch gemacht.

00:19:31: Und in den Jahren der Jahr war es reichlich.

00:19:33: Winfast hat fünf Elektrofahrzeuge gezeigt, Fisker war da Tocke präsentierte sich, Sony zeigte sein zweites Konzept-Car und kündigte an selbst das Automobilgeschäft einzusteigen.

00:19:45: In die EW war ein neuer Name, ja dazu kam elektrische Motorräder, Scooter kleine Stadtfahrzeuge und allerlei andere Formfaktoren elektrischer Mobilität.

00:19:56: Und das war einer der großen Geschichten der CES.

00:19:58: wer baut in Zukunfts Autos?

00:20:02: Aus heutiger Sicht glaube ich dass diese Frage zu klein gestellt.

00:20:05: Während wir auf neue Auto-Hersteller geschaut haben, begann sich etwas anderes zu verändern.

00:20:11: Die Definition von Mobilität selbst hat sich verändert.

00:20:16: Ja über viele Jahre wurde die Zukunft der Automobilindustrie gerne mit vier Buchstaben beschrieben.

00:20:21: Case Connected Autonomous Shared Electric.

00:20:26: Ich habe da noch ein Buchstabe hinzugefügt.

00:20:29: Da hieß es dann Canes und das Endstand für New Mobility.

00:20:34: Überall tauchten plötzlich Dinge auf, die keine klassischen Autos mehr waren.

00:20:38: Autonome Delivery Pots, E-Bikes, Scooter, Motorräder kleine elektrische Fahrzeuge, elektrischen Boote, Fahrzeige für sehr spezifische Transportaufgaben.

00:20:47: manche hatten vier Räder, manche zwei und manche gar keine.

00:20:50: Aber manchmal war schon die Frage schwierig ob man sie überhaupt noch als Fahrzeug bezeichnen konnte?

00:20:55: Das Interessante war nicht der einzelne Scooter oder der einzelner Delivery Roboter, einzelne Lieferobotter.

00:21:03: Es war die Vielfalt.

00:21:05: Mobilität begann sich vom Produkt, Automobil zu lösen.

00:21:11: Und es klingt erstmal aber nahe und natürlich gibt es Fahrräder, Motorräder und öffentliche Verkehrsmittel.

00:21:15: schon lange Technologisch passierte was Neues.

00:21:20: Elektrifizierung Vernetzung, Sensorik Software und später KI machten das plötzlich nötmöglich.

00:21:29: sehr unterschiedliche Mobilitätslösungen mit ähnlichen technologischen Bausteinen zu entwickeln Also ein E-Bike, ein Autonomal von Lever Roboter, einen Softwaredefine Vehikel.

00:21:40: Die sehen völlig unterschiedlich aus.

00:21:43: Darunter liegen mehr und mehr sich ähnelnde Technologien.

00:21:48: Sensoren, Konnektivität, Cloud Services, Software, Navigationen, Batterien, KI... Damit wird die Grenze zwischen dem Automobil und dem Rest der Mobilität ziemlich unscharf!

00:22:05: Und zwanzigvierundzwanzig war das besonders deutlich.

00:22:07: In meinem damaligen CES-Report habe ich einen Satz geschrieben, der zunächst etwas merkwürdig klingt.

00:22:12: Electric is over!

00:22:14: Natürlich meinte ich nicht dass die Elektromobilität vorbei ist.

00:22:17: im Gegenteil Sie war so normal geworden, dass sie als eigenständiger Zukunftstrend nicht mehr taugte.

00:22:25: Ein elektrischer Antrieb war nicht mehr automatisch eine Innovation.

00:22:28: Das ist ein wichtiger Moment in der Entwicklung einer Technologie.

00:22:30: Technologien sind besonders laut solange sie neu sind.

00:22:34: Irgendwann werden sie zur Infrastruktur.

00:22:36: Niemand läuft über die CES noch begeistert, hey da ist ja ein Elektroauto!

00:22:44: Der der Föhn, der hängt an einer Steckdose.

00:22:47: Das ist trivial.

00:22:49: Die spannende Frage war nicht mehr ob ein Fahrzeug elektrisch fährt sondern was wir mit dieser technologischen Basis anfangen.

00:22:57: und genau deswegen habe ich gleich mit, habe es dann in DIAS umgewandelt.

00:23:09: In Diverse, Intelligent, Automated und Software-Divide.

00:23:14: Also Divers, intelligent, automatisiert, software definiert.

00:23:21: Und hinter dem Akronymen steht ein ernsthafter Gedanke also Diversität, Mobilität hat aufgehört nur eine weitere Entwicklung des Autos zu sein.

00:23:29: wir sind aus der Automotive Hall raus Und wir sind auch der Automotive-Denke raus.

00:23:36: Ja, also man konnte ... ... in die Diversität hinein an der Geografie des CES erklären.

00:23:44: Daran wie die Hallen aufgeteilt waren.

00:23:47: Im Westhall des Las Vegas Convention Centers hat sich über die Jahre die Automotiv-Szene gesammelt.

00:23:55: Da standen OEMs und Supplierer, Technologieunternehmen und Servicebemeider.

00:23:58: In den Jahren zwanzigundzwanzig waren da rund zweihundertfünfzig Unternehmen.

00:24:04: Aber Mobilität passt da nicht mehr rein.

00:24:08: In der North Hall, ungefähr zwanzig Laufminuten entfernt, fanden sich zunehmend die E-Bikes, die Scooter, die Motorräder und andere elektrische Mobilitätslösungen.

00:24:19: Ja nun ich habe damals geschrieben Die North Hall ist damit de facto zu einer Erweiterung der West Hall geworden.

00:24:25: Ich finde das inzwischen, wenn ich es mir heute angucke fast schon symbolisch.

00:24:32: Automotive Fall ist einfach gesprengt worden, weil Mobilität mehr Raum einnimmt.

00:24:39: Die die Mobilität der Zukunft ließ sich nicht mehr sauber in einen Bereich einsortieren, den wir vorher für Automotiv reserviert hatten sondern sie hat sich ausgedehnt.

00:24:48: und sechsenzwanzig, zwanzig sechstenzwanzigt dieses Jahr wurde es noch offensichtlicher.

00:24:53: Es gab eine große Anzahl von Zweiradherstellern, elektrische Motorräder E-Bikes, Scooter dazu Micromobility Anbieter, Shared Mobility Plattform, leichte Obanetransportlösung und dann beim Report habe ich das als Verschiebung beschrieben.

00:25:08: Also weg vom Autocentrierten von der autocentrierten Sicht hin in eine mehr diverse obane und flexible Mobilität Lösung.

00:25:21: Das Auto ist noch da aber es war nur noch eine mögliche Antwort auf die Frage wie komme ich von A nach B?

00:25:28: Und vielleicht besitzen wir die falschen Kategorien.

00:25:32: Ja und kommen zu einem Problem, das ich super spannend finde weil unsere Industrien sonst sauber sortiert Automotive Motorbikes Fahrräder öffentlicher Transport öffentlicher Nahverkehr Logistik Luftfahrt Marine ja die Land- und Baumaschinen also all das sind moment noch getrennte Industrie und Unternehmen.

00:25:54: Verbände Messen Entwicklungsprozesse Und manchmal sogar Universitätsinstitute orientieren sich an solchen Kategorien.

00:26:04: Menschen tun das nicht!

00:26:07: Ein Mensch wacht nicht morgens auf und denkt, heute brauche ich Automotive.

00:26:10: Er muss zur Arbeit.

00:26:12: Wenn wir Kinder zur Schule bringen, einkaufen ein Paket verschicken, dreieinhalb Kilometer zu einem Kunden fahren am Wochenende vielleicht einfach nur Spaß mit einem Fahrzeug haben... Das Bedürfnis heißt Mobilität.

00:26:23: Und das Auto war aber viele Jahrzehnte eine unglaublich erfolgreiche Antwort darauf.

00:26:27: Aber es ist eben nur eine Antwort.

00:26:29: Und das ist keine Antwort und es ist keine Frage.

00:26:34: Vielleicht ist genau das die größte Veränderung, die sich auf der vergangenen CES beobachten ließ?

00:26:39: Wir bewegen uns in einer Welt an der Produkte die Kategorien definieren zu einer Welt also wegen von einer Welt in der Produkten die Kategory definieren hin in einer Welten der Nutzungs-Szenarie und Services technologische Ökosysteme wichtiger werden Und das Auto wird Teil eines Systems, und damit verschwindet das Auto natürlich nicht.

00:27:00: Also ich fahre selbst gerne Auto und ich fahr viel lieber Motorrad!

00:27:03: Ich glaube auch nicht an eine Zukunft in der plötzlich alle Menschen ihre privaten Fahrzeuge abschaffen und glücklich im autonomen Kapseln durch Smart Cities transportiert werden.

00:27:11: Das wäre genau jene Vorstellung von einer Zukunft gegen die ich mich am Anfang des Artikels schon immer gewährt habe.

00:27:18: Es wird unterschiedliche Zukunfte geben.

00:27:19: In ländlichen Regionen wird die individuelle Mobilität anders aussehen als in Berlin, Shanghai oder Los Angeles.

00:27:25: Ein Pendler hat andere Bedürfnisse als eine Familie, ein von rund zwanzig Jahre anderer als ein Achtzig hier wäre.

00:27:30: Und jemand der auf einer Harley durch die schwäbische Alp fährt mit ganz offensichtlich ein anderes Mobilitätszieher als jemand der möglichst effizient zum Flughafen möchte.

00:27:40: Mobilität ist eben nicht nur Transport.

00:27:41: sie kann Freiheit sein, Effizienz Arbeit Komfort Status Erlebnis oder schlicht Spaß.

00:27:47: und genau deshalb glaube ich nicht dass das Auto verschwindet.

00:27:50: seine Rolle verändert sich Vorm Mittelpunkt der Mobilität zu einem Bestandteil eines Mobilitäts-Ökosystems.

00:27:58: Und genau hier wird es für die Automobilindustrie interessant, denn wenn Mobilität zum System wird, reicht es nicht mehr das beste einzelne Produkt zu bauen.

00:28:09: Es geht um die Verbindung zwischen den Produkten – um Daten, um Services und Software, um Infrastruktur, um Energie Auch um HMIs, um Interfaces und User Experiences.

00:28:20: Wie habe ich eigentlich diesen ganzen Zoo nachher noch als Nutzer-Nutzerin im Griff?

00:28:27: Und wenn er geht ist immer darum wer das ganze Thema kontrolliert.

00:28:34: Dieses Jahr hatte ich zunehmend den Angriff dass die Mobilität auf der CES nur eine Anwendungsebene auf einer viel größeren technologischen Infrastruktur ist.

00:28:45: KI Unternehmen, Sensorhersteller, Softwareplattformanbieter Die liefern die Bausteine.

00:28:51: Mobilität ist einer der Bereiche, in denen diese Bausteinen zusammengesetzt werden und damit verändert sich erneut die entscheidende Frage.

00:28:58: Ja, im Jahr twenty-zweiundzwanzig habe ich gefragt wer baut das Auto der Zukunft?

00:29:03: Heute frage ich anders Wer baut ein System, in dem das Auto von der Zukunft nur noch ein Teil ist?

00:29:12: Denn vielleicht ist genau das die Entwicklung, die wir übersehen wenn wir auf einer Technologiemesse immer nur noch den nächsten spektakulären Autosuchen.

00:29:20: Das Auto verschwindet nicht.

00:29:22: Es ist einfach nur so, es ist nicht mehr die ganze Geschichte.

00:29:31: Kommen wir zum dritten Punkt.

00:29:33: Software von der Funktion zur Grundlage.

00:29:35: Also Autos hatten schon lange Software, also grundlegende, rudimentäre Software.

00:29:40: In den achtzehr Jahren in den Mitte der neunzehr Jahre kamen wir mit dem ersten Navigationssystem Software getriggert und dann habe ich ja Ab in der Firma gearbeitet mit der ersten CAA nach der Übernahme Harman, wo das Thema Automotive Software ganz zentral ist.

00:30:03: Das Lebenselix war die Lebensgrundlage.

00:30:06: Bereiche Motorsteuerung Navigation Infotainment Farra Assistenz Klimatisierung Komfortfunktion Software war schon immer überall.

00:30:14: Trotzdem war das Auto kein Softwareprodukt Software aber eine Funktion im Auto.

00:30:21: Entwickelt für ein bestimmtes Steuergerät, eine bestimmte Aufgabe und einem bestimmten Fahrzeug.

00:30:26: Das eigentliche Produkt gibt es Auto Motor, Fahrwerk, Karosserie, Innenraum Hardware First Software irgendwo drinnen.

00:30:37: Wenn ich meine CES-Reports heute nochmal durchgehe Dann kann ich ziemlich genau beobachten wie diese Ordnung über wenige Jahre ins Wanken geraten ist.

00:30:45: Ja?

00:30:45: In den Jahr zwanzig zweiundzwanzig Software wird wichtig.

00:30:48: Ja, ich schrieb in dem Report damals die Automobilindustrie wird mehr und mehr durch Software bestimmt.

00:30:56: Das klingt fast schon niedlich aus heutiger Sicht.

00:31:00: Natürlich wird Automotive von Software angetrieben.

00:31:03: was denn sonst?

00:31:04: ... war die Konsequenz daraus noch keineswegs wirklich sichtbar?

00:31:12: Software taucht dann immer mehr Stellen auf, das Fahrzeug selber in der Vernetzung.

00:31:17: In mobilen Services, in Car-to-X Anwendungen.

00:31:21: also das Auto kommuniziert mit beliebigen Objekten in seiner Umgebung.

00:31:26: Rund um das Fahrtzeug entstanden digitale Ökosysteme und damit stellte sich damals bereits eine Frage die bis heute nicht beantwortet ist wer macht das eigentlich?

00:31:37: Wer ist Chef im Ring?

00:31:39: Die OEMs die klassischen Zulieferer, Tech-Companies, Startups, Softwarefirmen.

00:31:48: Damals habe ich noch eine weitgehend offene Rollenverteilung beschrieben und klar war damals Software würde immer einen zunehmenden größeren Anteil an dem haben was ein Fahrzeug kann und wie wir es erleben.

00:32:02: Und Dreiundzwanzig war ich da schon deutlich mutiger.

00:32:08: Ja, es ist zwanzig-dreienzwanzig war so der Hauptpunkt in diesem Bereich.

00:32:12: Es geht nicht mehr um PS.

00:32:17: Die Überschaft lautet, it's not horsepower is software defined vehicles.

00:32:21: Es gibt nicht mehr auf Motorleistung und es geht um die Leistung der Software Und das ist natürlich ein völlig anderer Anspruch.

00:32:29: Software unterstützt das Produkt nicht mehr.

00:32:31: Software definiert das Produkt Und damit verändert sich auch das, worüber Automobilhersteller untereinander konkurrieren.

00:32:40: Hundert Jahre – über hundert Jahre war das ziemlich klar!

00:32:43: Leistung, Fahrwerk, Verbrauch, Qualität, Design, Verarbeitung, Sicherheit und das Ganze wird nicht unwichtig.

00:32:51: aber wie unterscheidet sich ein Fahrzeug in einer elektrisierten Welt an der Beschleunigungswerte von ehemals exotisch Sportwagen plötzlich in Familienmusinen auftauchen?

00:33:02: Noch mehr

00:33:02: Leistung?!

00:33:03: Von Null auf Hundert an Zwei Komma Sieben statt zwei Komma Neun Sekunden.

00:33:06: Herzlichen Glückwunsch!

00:33:08: Für die meisten Menschen dürfte das irgendwann nur noch sehr begrenzt in Kaufentscheiden sein... Der Fokus der Differenzierung verschiebt sich.

00:33:19: Features, Services, User Experience, wie handel ich das Ganze?

00:33:24: Wie fühle ich mich dabei wenn ich mit dieser Technologie arbeite?

00:33:29: Personalisierung Wie weit finde ich mich selber darin wieder?

00:33:32: Wie weit passt sich ein Fahrzeug an mich an?

00:33:35: Kollektivität, Updates, Integration in andere digitale Systeme.

00:33:42: Und das ist alles Software!

00:33:45: Also, im Jahr zwanzigzehn schrieb auch noch, dass User-Experience im Auto zunehmend in Bits und Bytes realisiert wird... ...und nicht mehr in Leder und Metall.

00:33:55: Ich schreibe noch etwas anderes was Rückblicken vielleicht sogar noch wichtiger ist Die Automobilindustrie spricht über Software, trägt aber weiterhin ihr Stahl, Kupfer und Gummi.

00:34:07: Genom in sich!

00:34:09: Autohersteller denken immer noch an Stahl und Kupfers und Gummis und nicht in Bits & Bytes.

00:34:14: Das Problem war damals nicht die Technologie sondern es war die Organisation dahinter.

00:34:19: An einem software-defineden Vehikel ist nicht einfach nur ein Auto mit viel Software So manchmal verwechselt.

00:34:26: Wenn ich ein bestehendes Fahrzeug nehme und immer mehr Software in einen Packer habe ich noch lange kein Software-definedes Vehikel.

00:34:31: Ich habe zunächst einmal ein Outdoor mit sehr viel Software und wahrscheinlich ziemlich vielen Strargeräten.

00:34:37: Der Unterschied liegt tiefer, bei einem Software die Fadenvehikel ist Software nicht mehr eine Sammlung einzelner Funktionen, die auf einer weitgehend festgelegten Hardware läuft.

00:34:48: Software wird zur Architektur des Produktes funktionieren können über den Lebenszyklus verändert werden.

00:34:53: neue Fähigkeiten können in Zukunft bestehende Könne verbessert werden.

00:34:57: Daten können zwischen langgetrennten Bereichen hin und her geschoben und genutzt werden.

00:35:03: Ja, das Fahrzeug kann sich nach dem Verkauf weiterentwickeln.

00:35:08: Und damit verändert sich alles, dass für die Automobilindustrie fundamental ist.

00:35:12: Also ein SOP, ein Start of Production also wenn das erste Auto vom Fließband fällt.

00:35:18: es ist nicht mehr das Ende der Entwicklung.

00:35:23: Sonst war mal der große Moment!

00:35:24: Das Fahrzeug ist fertig.

00:35:27: Dann gibt es auch Modellpflege, Backfixes und Facelift usw.

00:35:31: Aber das Produkt dass der Kunde gekauft hat bleibt im Kern das Produkt das er bekommen hat.

00:35:38: Softwareprodukte funktionieren anders.

00:35:42: Mein Smartphone von heute ist funktioniert nicht mehr das gleiche Gerät was ich vor drei Jahren gekauft habe.

00:35:47: Die Hardware ist dieselbe Das Produkt... ...das ist nicht Und warum sollte das beim Auto anders sein?

00:35:55: ... war in die Software Defined Vehicles ein etablierter Begriff auf das sie hier ist.

00:36:04: Und Hyundai ging damals noch einen Schritt weiter, SDX Software defined everything!

00:36:11: Also software definiertes alles und nicht nur das Fahrzeug, ja?

00:36:16: Das gesamte Mobilitäts-Ökosystem sollte software definierend gedacht werden... ... und genau an dieser Stelle habe ich angefangen mit dem Griff selber etwas unzufrieden zu werden.

00:36:26: Nicht weil es softwareunwichtig wäre, sondern weil die eigentliche Frage inzwischen eine andere war Was tun wir denn eigentlich mit all dieser Technologie?

00:36:34: Also auch ein Software-defined Vehikel ist kein Wert an sich.

00:36:39: Kein Kunde wacht morgens auf und denkt oh ich brauche dringend einen software definiertes Auto.

00:36:44: Er möchte vielleicht ein Fahrzeug das sie an ihn anpasst Ein Navigationssystem das funktioniert einer HMI Die ihnen nicht wahnsinnig macht.

00:36:52: Er möchte auch neue Funktionen ohne sich ein neues Auto kaufen zu müssen.

00:36:57: Ein Problem sollte behoben werden, ohne in die Werkstatt fahren zu müssen.

00:37:03: und am Ende wünschen sich die Menschen ein Produkt das noch fünf Jahre besser funktioniert als am ersten Tag Und nicht wie es heute vielfach der Fall ist schlechter.

00:37:15: Die Grundlage für all diese Ideen ist Software Also nicht der Kunden nutzen selbst wenn so oft Wie so oft in der Technikbranche besteht die Gefahr, dass die technische Lösung mit dem Wert verwechselt wird, den sie schaffen soll.

00:37:33: Und dann kam künstliche Intelligenz und damit wurde die Sache noch mal spannend, weil denn KI funktioniert nicht wie eine weitere klassische Fahrzeugfunktion.

00:37:42: KI braucht Daten, Rechenleistungen, Zuwürfe von unterschiedlichen Systeme, Kontext, Updates Cloud Services, leistungsfähige Edge-Systeme und vor allem braucht KI eine Software-Architektur, die nicht aus hundert weitgehend isolierten Inseln besteht.

00:38:00: Also plötzlich ist das Software-defined Vehikel nicht mehr nur eine interessante Vision für flexiblere Fahrzeugentwicklung – es wird zur Voraussetzung für die nächste Technologiewelle!

00:38:12: Ein AI-Agenda, ein KI-Agent im Fahrzeug kann man dann wirklich intelligent agieren wenn er nicht lediglich Zugriff auf das Infotainment hat.

00:38:21: Er muss das Fahrzeug verstehen.

00:38:22: Den Fahrer, die aktuelle Situation und die Route in den Innenraum, den Sensoren, den Zustand des Fahrzeugs – und irgendwann möglicherweise auch das digitale Leben des Menschen außerhalb des Autos.

00:38:33: Damit wird die Software-Architektur zur Grundlage dafür was das Fahrzeuge überhaupt werden kann.

00:38:39: Ja?

00:38:40: Und um zwanzig sechsundzwanzig war es dann soweit dass die Technologie auf einer Organisation gewartet hat.

00:38:48: Also meine Perspektive hat sich erneut verschoben Ja und Endeffekt ja, Softwaredefekte ist Softwaredefined-Vehikel willkommen.

00:38:56: Und die interessante Frage ist nicht mehr ob ein Software Defined Vehicle technisch möglich ist?

00:39:02: Natürlich sind sie das!

00:39:04: Die schwierige Frage lautet Kann die Automobilindustrie Software?

00:39:09: Damit meine ich nie, ob Automobilunternehmen Softwareentwickler beschäftigen.

00:39:12: natürlich tun Sie das.

00:39:13: Ich meine was anderes.

00:39:15: kann eine Industrie deren Entwicklungslogik über Jahrzehnte von Hardware Zyklen geprägt wurde plötzlich mit Softwaregeschwindigkeit arbeiten.

00:39:23: Kann sie Produkte entwickeln, die beim SOP bewusst noch nicht für den Rest ihres Lebens festgeschrieben sind?

00:39:30: Kann sie kontinuierlich Updates nachschieben?

00:39:33: Kann Sie mit Fehlern umgehen?

00:39:34: wie Software-Unternehmen mit Fehle anumgehen?

00:39:36: Kann sich Hardware und Software organisatorisch wirklich voneinander entkoppeln?

00:39:41: Kann diese Entscheidungen schnell genug treffen?

00:39:43: Und vielleicht am schwierigsten kann sie Kontrolle abgeben ohne die Kontrolle über ihr Produkt zu verlieren?

00:39:53: Im Report steht, dass viele OEMs die notwendigen Tools Prozesse und vor allem den notwendigen Mindset-Wechsel noch nicht vollständig beherrschen.

00:40:04: Und es ist ein Kernthema!

00:40:05: Wir diskutieren seit Jahren über das Software Defined Vehikeln – das größte Hindernis könnten am Ende gar nicht die Software sein.

00:40:10: Es könnte die Organisationen sein.

00:40:14: Wer besitzt eigentlich das Auto?

00:40:17: Wer hat die Kontrolle darüber?

00:40:18: Dann kommen wir zu der Frage, die weit über die Softwareentwicklung hinausgeht.

00:40:26: Wenn Software das Produkt definiert, dann wird derjenige mächtig, der die Software definiert.

00:40:32: Also wer besitzt das Betriebssystem?

00:40:34: Wer besitze die Daten?

00:40:36: Wer kontrolliert die Cloud?

00:40:37: Wer definiert die KI?

00:40:40: Wer am Ende gestaltet die User Experience, die Nutzer und Nutzerin in AV?

00:40:47: Wer kontrolliert die Schnittstelle zum Kunden?

00:40:50: Wer entscheidet welche neuen Funktionen morgen in einem Fahrzeug laufen dürfen?

00:40:57: Und es sind keine Fragen der IT.

00:41:00: Das sind strategische Fragen.

00:41:02: Ja, ein Automobilhersteller kann natürlich Chips kaufen.

00:41:04: Der kann Cloud Services kaufen, der kann E-Modeller einkaufen und der kann Betriebssysteme einkauen.

00:41:08: Er kann Softwareplattformen einkämpfen, er kann Navigationen... alles!

00:41:15: Und das ist wahrscheinlich auch äußerst sinnvoll, dass man da möglichst viel einkauft davon.

00:41:20: Also man muss das nicht selber entwickeln.

00:41:24: Irgendwann stellt sich als Konsequenz daraus eine ziemlich unangenehme Frage.

00:41:29: Wenn ich die Technologie einkaufe, die mein Produkt definiert... Was genau definiere ich dann eigentlich selbst?

00:41:39: Und vielleicht ist das einer der größten Veränderungen, die sich in fünf Jahren CES beobachten lässt.

00:41:43: Ja, im Jahr zwanzig zweiundzwanzig ging es darum dass immer mehr Software ins Fahrzeug kommt.

00:41:51: definierten, definierten Softwarepakete ins Fahrzeug.

00:41:53: Vierundzwanziger des Software plötzlich alles definieren und sechsundzwannzig geht es darum wer dieses Software beherrscht und damit die Regeln des zukünftlichen Mobilitäts- Ökosystems bestimmt.

00:42:08: das ist ein ziemlich großer Sprung in nur fünf Jahren.

00:42:13: wir sind wirklich vom Feature von der einzelnen Funktion.

00:42:17: ist Software hat sich Software entwickelt zur Grundlage.

00:42:23: Genau deshalb ist das Software die Fahrwege für mich heute weniger technologisch als eine strategische Frage.

00:42:31: Also wir fragen nicht wie viel Software steckt in unserem Auto, sondern wie viele von unserem zukünftigen Produkt können wir als Auto Hersteller überhaupt noch selbst gestalten?

00:42:46: So dass der Ritt durch die ersten drei Punkte von zehn ein halb die ich extrahiert habe aus den letzten fünf Jahren, letzten fünf Besuchen.

00:42:57: Letzten fünf Reports von der CES der Consumer Electronics Show in Las Vegas.

00:43:04: In der nächsten Folge kommen die nächsten vier Aspekte.

00:43:14: Das war's für heute.

00:43:16: Ich bedanke mich dafür dass du Zeit mit mir verbracht hast.

00:43:20: Du hast etwas für dich getan was dir keiner mehr nehmen kann.

00:43:23: Für einen weiteren Austausch findest du mich auf LinkedIn Und auf meinen Webseiten www.peter-rösker.com oder unter www.beyond-hmi.de.

00:43:39: Bis zum nächsten Mal, pass auf dich hier auf und bleibt gesund!

Über diesen Podcast

Es geht um das Verhältnis von Mensch und Technik, um die Gestaltung von Technologie. Es geht darum, wie wir unsere Leben zurückbekommen, indem wir uns aus der Technologiesucht befreien. Technologie hat zwei dicke Probleme: sie ist schwer zugänglich und sie macht süchtig. Ich möchte das Leben meiner Zuhörer besser machen, in dem ich ihnen die Augen öffne, was die Gestaltung von und den Umgang mit Technologie angeht. Mein Ziel ist es, den Blick auf die Welt verändern und sie damit zu einem besseren Ort machen.

von und mit Dr. Peter Rössger

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