Der Mensch Technik Podcast

Der Mensch Technik Podcast

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:04: Herzlich Willkommen zum Ancient Technik Podcast.

00:00:06: Dieser Podcast ist für alle, die Technologie entwickeln, vertreiben oder nutzen.

00:00:12: Für Alle, die immer mal wieder das Gefühl haben, dass Technologie sie überrumpelt oder beherrscht.

00:00:17: Für alle, Die verstehen wollen was Technologie mit uns macht und wie wir unser Leben zurückbekommen.

00:00:23: Dieser podcast ist für die, die technologie sexy machen wollen.

00:00:27: Alli Produkteentwickler Designer UXUI Profis Produktmanager CTOs CEOs Und Hallo, hallo und herzlich willkommen zur heutigen Folge des Menschtechnik Podcast.

00:00:59: Letzte Woche habe ich begonnen die letzten fünf Jahre CES Consumer Electronics Show in Las Vegas Review passieren zu lassen.

00:01:12: Ich schreibe jedes Jahr ein Report und ich habe die mal nebeneinander gelegt, wollte jetzt nicht einfach nur eine Zusammenfassung machen sondern versuche die großen Technologie-Linien was ist passiert nachzuzeichnen?

00:01:29: Und sie sind natürlich nicht unabhängig voneinander.

00:01:31: Die berühren sich überlappen sich verweben sich miteinander und daraus dann am Ende einen Ja, einen Überblick zu schaffen.

00:01:39: was ist eigentlich passiert.

00:01:41: Und ich habe das.

00:01:42: letzte Woche habe ich drei Themen analysiert erst im Automobilitätsumfeld Mobilitäts-Automotive Umfeld und heute die zweite Folge.

00:01:53: also habt ihr die erste Folge nicht gehört würde ich euch hier sehr empfehlen diese Folge erst zu hören wenn ihr die andere Vorgängerfolge des Podcasts gehört habt.

00:02:05: Also heute vier Themen nochmal zwei Automobil-Themen, einmal autonomes Fahren und einmal mein Kernthema was es eigentlich im Bereich Automotive HMIs passiert.

00:02:17: Dann zwei Themen einmal künstliche Intelligenz wo von quasi nichts sehbares spürbares Anfassbare hin zu Physical AI was eines der großen Buzzwords dieses Jahr war.

00:02:31: in Und die Frage müssen Roboter eigentlich humanoid sein?

00:02:39: und was löst es aus?

00:02:42: Lass uns beginnen mit dem Thema Autonomie.

00:02:46: Autonomiekommt, ja die Revolution des Fahrens in Richtung autonomes Fahren kommt nur auf einem anderen Weg und eine andere Weise als gedacht.

00:02:57: Es gab lange Zeit schon seit Ende der neunzehn Jahre, da war die Zukunft des Autos ziemlich klar.

00:03:05: Es wird irgendwann alles mal autonom sein.

00:03:08: Ja es kam dann dieses Case-Mantra auf Connected Autonomous Shared Electric Und gerade eben beim autonomen Fahren waren die Versprechen gewaltig.

00:03:20: Irgendwann werden wir uns morgens ins Auto setzen unser Ziel nennen alle Zwischenziele dazu und dann können wir lesen arbeiten schlafen Netflix schauen und das Auto macht den ganzen Rest Und das überall.

00:03:31: Ja, an Stuttgart im Hofverkehr in Berlin beim Regen auf einer monorakianischen Bergstraße und lange Zeit war eigentlich nur die Frage offen – wann kommt's denn endlich?

00:03:42: Heute stelle ich die Frage etwas anders.

00:03:46: Welches autonome Fahrzeug kommt eigentlich für welchen Zweck?

00:03:50: Also wo sind eigentlich die Use-Cases und vor allem auch die Business Cases für autonone Fahrzeuge?

00:03:58: Das ist eine ganz andere Frage, es ist ein Riesenunterschied.

00:04:01: Ja, in meinen frühen CES-Reports auf vor Jahr zwanzig tauchte Autonomie immer wieder auf.

00:04:07: Themen wie Lieder Radar Kameras Sensor Fusion ja also die Verschmelzung diverser Sensoren zu einem Hauptsensor Die ganzen Computing Plattformen People Mover Robotaxis es sind alles Begriffe Worte Konzepte die schon länger ...durch die Szene gestern.

00:04:29: Und die technische Entwicklung war aber eindruckend und auch in Teilen schneller als ich es vorher gesehen habe... ...und trotzdem war ich über all die Jahre immer so ein bisschen skeptisch.

00:04:39: In den Jahr zwanzig, dreiundzwanzig standen auf der CES Autonome sogenannte People-Mover von ZF, Suqs, Juna Mobis, Ital Design, Hold On,... ...und die Fahrzeuge sahen alle irgendwie gleich aus.

00:04:53: So eine Schuhsachtel auf Rädern und im Innenen so der Schaum einer Zahnarztpraxis.

00:05:00: Und die eigentliche Innovation war einfach nicht sichtbar, die ist ohnehin kaum mehr sichtbart zu machen.

00:05:04: Autonomie, Konnektivität, Mobilitätskonzept dahinter.

00:05:09: Ich habe damals geschrieben, dass ich sehr zweifel ob das Thema autonome Fahrzeuge im Alltagsverkehr kommen wird.

00:05:20: Aber auch dazu gesagt, ich hoffe, dass sich mich irre!

00:05:25: Es sind ein paar Jahre vergangen Und ich hatte teilweise Recht und teilweise hatte ich nicht recht.

00:05:32: Unsere Vorstellung von Autonomie war zu einfach, wir haben die Entwicklung linear gedacht.

00:05:38: Level eins zwei drei vier fünf und auf jedem nächsten Level übernimmt das Fahrzeug mehr Fahraufgaben.

00:05:44: bis auf Level fünft dann alle Aufgaben beim Fahrzeuglieben Ja, dann fährt irgendwann jedes Fahrzeug überall in jeder Situation und jeder unter jeden Bedingungen und allen Randbedingungen immer komplett alleine.

00:06:00: Fakt ist aber auch, Technologie entwickelt sich selten so klar sauber linear wie Powerpoint-Freund und Business Pitches das gerne hätten.

00:06:09: Realität sucht sich Nischen.

00:06:11: Orte und Use Cases an denen eine Technologie früh einen echten Vorteil hat.

00:06:17: Und genau das war beobachtbar!

00:06:19: Ja, so autonome Transportplattformen für Industrieanlagen verhefen.

00:06:23: Hochautomatisierte Landmaschinen Trucks die in einem Tagebau im Minen einen Tagebau unterwegs waren.

00:06:32: Alles was man logistisch zu tun hat.

00:06:34: Lkw fahren.

00:06:36: Also da sitzt nur irgendwo ein Mensch drinne und schaut Netflix oder schaut sich ein Film an.

00:06:42: Das darf ich jetzt überhaupt noch nicht mehr Menschen drinnen.

00:06:44: Und genau deswegen haben diese Funktionen Diese Applikationen diese Anwendungen ihre Berechtigung und funktionieren auch so gut.

00:06:54: Automonomie wird immer dann besonders interessant, wenn Menschen eine Tätigkeit nicht machen wollen.

00:06:59: Wenn sie monotonisch gefährlich ist, körperlich belastend oder auch wenn ein Fahrzeug am Ende deutlich länger eingesetzt werden kann weil kein Fahrer benötigt wird.

00:07:15: den Blank Robot als was einer autonome elektrische Transportplattform.

00:07:19: Also kein spektroligeres Konzept K, weil man nicht genau hingeguckt hat es mal vorbeigegangen an dem Stand.

00:07:25: Am Endeffekt ein fahrendes Riesen-Skateboard mit Elektromotoren für unterschiedlichste Anwendungen.

00:07:33: Deutlich weniger sexy als ein autonomes Luxusauto aber relevanter Weil Autonomie begann einem Problem zu lösen.

00:07:43: Wir haben die Driver Shortage.

00:07:45: Es gibt immer weniger Menschen weltweit die bereit sind mit Autofahren ihr Geld zu verdienen.

00:07:51: Gleicher Gedanke hinter den Robotaxis, ja?

00:07:54: Suks zeigt nicht jedes Jahr ein völlig neues Fahrzeug sondern eigentlich immer nur das verbesserte Konzept.

00:07:58: Sie testen sie verbessern die Software, sie sammeln Kilometer, sie finden Fehler und sie testen nochmal.

00:08:04: Das ist ein Zeichen von Reifen.

00:08:06: Das Fahrzeug hat weder Lenkrad noch Pedale.

00:08:08: Es ist konsequent als Robotaxi gedacht.

00:08:11: Also der Kunde kauft keine Maschine Er kauft eine Fahrt.

00:08:17: Und es ist so spannend an der ganzen Geschichte dass ich ein Problem löse, weil auch Taxifahrer wollen nicht mehr Taxi fahren.

00:08:28: Machen Menschen zunehmend Union.

00:08:31: Und im Jahr zum Jahr ist es plötzlich richtig interessant.

00:08:35: Da habe ich in Los Angeles auf dem Weg nach Las Vegas die Waymo Autos gesehen und die Suchsfahrzeuge in Las Vegas.

00:08:43: Nicht auf dem Messestand sondern draußen im Verkehr.

00:08:46: Und Autonomie war damit plötzlich nicht mehr nur ein Versprechen sie war real!

00:08:51: Nicht überall, nicht für jeden Anwendungsfall.

00:08:53: Nicht als universelle Lösung aber im echten Verkehr.

00:08:59: und da werden wieder mal zwei sehr unterschiedliche Zukunfts-Szenarien sichtbar.

00:09:03: ja Weymouth und Souks wollen den professionellen Fahrer ersetzen deswegen funktioniert das auch.

00:09:08: Autonomie ist dort kein Feature sondern Grundlage des Geschäftsmodells.

00:09:15: Und dann gibt es daneben das private Auto was viele von uns ja noch besitzen.

00:09:19: Der Mensch besitzt es weiterhin und vielleicht fährt da sogar alles selber oder große Teile selber, das Fahrzeug übernimmt aber mehr und mehr einzelne Fahraufgaben.

00:09:33: Und ist die Frage warum soll es nur einen Weg geben?

00:09:35: Warum soll es noch eine Lösung geben?

00:09:36: ja ich will mein Motorrad auch nicht autonom fahren mit meinem Cabrio auch nicht autonomen fahren wie ich selber fahren wenn ich morgens fünfhundert Kilometer Autobahn vom Bauch haben muss.

00:09:48: gerne darf das Auto machen stop and go im Stau bitte Liebesauto macht das.

00:09:56: Aber wenn ich auf meiner Harley, auf einer kurven-kurvigen Landstraße unterwegs bin dann möchte ich keinen Algorithmus der mir die lästige Fahraufgabe haben.

00:10:02: Was ja nicht lästig ist sondern weil es Spaß macht!

00:10:06: Die Fahraufgarbe ist der Grund warum ich dort bin und das ist für die Technologie Diskussion immens wichtig.

00:10:14: wir haben Automatisierung so lange diskutiert als sei weniger menschliche Beteiligung als sei wenig human involvement automatisch besser.

00:10:25: Wenn der Mensch an der Tätigkeit nicht ausführen will, kann Automatisierung enorm Wert schaffen.

00:10:30: Problem ist wenn der Mensch aber eine Aufgabe ausfühlen möchte, kann die selbe Automatisierung wert zerstören.

00:10:38: Und der Unterschied liegt nicht in der Technologie.

00:10:40: Der Unterschied liegt beim Menschen.

00:10:47: Weitere Punkt!

00:10:47: Die schwierigste Teil der Autonomie liegt zwischen das Fahrzeug fährt und der Mensch fährt.

00:10:55: Also wir sind geteilte Fahraufgabe haben.

00:10:58: Dann kommen wir sofort in eine HMI, Human Machine Interface.

00:11:01: Mensch, Maschinen Schnittstellen, Problematik rein.

00:11:04: Wer trägt gerade die Verantwortung?

00:11:06: Was macht das Fahrzeug und was kann es?

00:11:08: Was kann das Fahrzeuge nicht?

00:11:10: Wann muss der Mensch übernehmen?

00:11:12: Versteht er den Automatisierungsmuster, in dem das Fahrtzeug ist?

00:11:20: Und vor allem ist nach längerer automatisierter Fahrt überhaupt bereit und in der Lage kurzfristig wieder die Kontrolle zu übernehmen.

00:11:30: Und es sind keine Randfragen, das sind die Kernfragen wenn wir gemischte Technologien haben also wenn wir Automatisierung haben die nicht vollständig ist sondern Teile der Aufgabe beim Menschen verbleiben.

00:11:45: Der schwierigste Schritt ist wahrscheinlich nicht von Level V zu Level V weil die Frage ist gibt's Level V überhaupt?

00:11:50: aber das jetzt eine andere Diskussion die ich hier nicht öffnen möchte... ...der schwierigste schritt liegt in der Gestaltung der geteilten Fahraufgabe, des Teilens der Fahaufgabe zwischen Mensch und Maschine.

00:12:06: Und jetzt haben wir mit KI eine Diskussion einer neute Diskussion, eine Veränderung der Diskussionen weil wir dann auch die Wahrnehmung auf der Maschinenseite haben.

00:12:21: Ja ein autonome Fahrzeug ich komme nachher noch zum Thema Physical AI also physische künstliche Intelligenz und wahrscheinlich aus der Nummer Fahrzeuge da ein extrem komplexer Anwendungsfall.

00:12:35: Wenn ich mir meiner CES-Reports anschaue, die Entwicklung des Autonomens fahren, die ich darin zeichne sehe ich eine Technologie, die erwachsen wird und damit auch weniger spektakulär wird weil sie alltäglicher wird aber die Versprechen kleiner werden die Anwendung konkreter die Einschränkungen sichtbarer der Nutzer wichtiger.

00:12:56: Und am Ende hatte ich schon gesagt, sucht sich Autonomie die Orte an denen sie Sinn ergibt.

00:13:02: Robotaxis, Trucks geschlossene Betriebsgelände Tagebaumienen Landwirtschaft und in eingeschränktem Rahmen auch private Fahrzeuge.

00:13:15: Da gibt es Unmengen Anwendungen, Unmenge an Graden von Autonomien und vor allem auch große Mengen an unterschiedlichen Geschäftsmodellen.

00:13:27: Und vielleicht sollten wir uns deswegen aufhören zu fragen, wann kommt das autonome Auto?

00:13:32: Im Prinzip ist es autonomer Auto da.

00:13:35: Die spannende Frage ist, wo schafft Autonomie genug wert damit wir Menschen tatsächlich das Steuer aus der Hand geben wollen.

00:13:51: Zweiter Punkt des heutigen Tages – Das Thema Automotive HMIs Mein Thema.

00:13:59: seit über dreißig Jahren Arm Automotive HMIs und ich bin auf Autoshows, auch das CES mache ich auch Dinge die anderen nicht unbedingt machen.

00:14:07: Ich stecke immer erst mal in die Autos ein, ich guck erstmal rein.

00:14:10: Ja?

00:14:10: Ich schaue mir an wie ist es welche Architektur des Amanturenbrettes, ich schau mir die Buttons und die Schalters, die Displays, die Menüs, die Head-Up-Displays, die Haptik, die ganze Sprachentaktion... Das ist das was ich mir anschaue!

00:14:23: Also nicht so die Felgen oder die Farben oder das Außendesign.. Ich sitze Manchmal richtig lange im Auto und Versuche herauszufinden, warum irgendjemand glaubte das genau das hier eine gute Idee gewesen ist.

00:14:40: Und wenn ich jetzt rückblicke die letzten Fünfer CES.

00:14:45: es ist eine extrem spannende Geschichte.

00:14:47: Am Anfang war mehr Display is besser Bigger is better!

00:14:53: Heute stellen wir uns eher die Frage wie viel Interface brauchen wir eigentlich im Fahrzeug?

00:15:01: Also mechanische Instrumente wurden in der Vergangenheit digital.

00:15:04: Dann wurden Schalter, dann wurden sie zu Touchflächen, Navigationen, Entertainment-Fahrzeugfunktion.

00:15:09: alles wanderte auf ein zentrales Display.

00:15:13: und diese Displays wurden immer größer und grösser und größer.

00:15:17: Ja, also das digitale Clusterinstrument, dann habe ich so einen Ermittelkonsolen-Display, dann hab' ich für den Passagierendisplay, da habe ich für die Passagiere hinten-Displays, da hab' Ich Digitale Außenspiegel, ein Handup-Displayer.

00:15:30: Irgendwann war der gesamte Innenraum, das gesamte Amatorenbrett ausschließlich Display.

00:15:37: Ja, zwanzig-dreinzwanzig schönes Beispiel der Erfieler die das gemeinsame Projekt von Sony und Honda erst als einfach so eine durchgehende Displaylandschaft war.

00:15:47: Und es war spektakulär!

00:15:49: Die Idee war wenn Software das Auto definiert braucht Software einer ausreichend große Oberfläche.

00:15:56: Damit entstand eben dieses Naturgesetz größer ist besser.

00:15:59: wir machen immer größere Display ist da rein, wer vergrößert die Displayfläche bis es nicht mehr weiter geht.

00:16:06: Ich habe mir immer die Frage gestellt was bringt das eigentlich?

00:16:11: Die Kunst ist nicht ein Bildschirm wo die gesamte Breite des Cockpits zu bauen.

00:16:15: Das ist easy!

00:16:17: Die Beantwortung der Frage ist warum sollten wir das?

00:16:21: Ein Displayer so euch als keine User Experien so schafft keinen Wert.

00:16:25: Es ist einfach nur eine Fläche.

00:16:27: Ja es ist nicht mehr.

00:16:29: Ist entscheidende.

00:16:30: was zeige ich darauf an?

00:16:33: Welche Informationen baue ich wann?

00:16:35: Was muss ich sehen, was kann ich hören oder führen.

00:16:39: Wie schnell finde ich eine Funktion?

00:16:40: wie viel Aufmerksamkeit kostet sie und warum muss ich überhaupt auf ein Bildschirm schauen.

00:16:48: Wir sind analog gewesen.

00:16:49: wir erleben unsere Umwelt nicht als Display.

00:16:52: Wir sehen, wir hören, wir fühlen bewegen uns neben Dingen peripher wahr.

00:16:57: Wir ertasten Gegenstände ohne sie hinzusehen Ja, und dann setzt der Mensch ein Fahrzeug und reduzieren die Interaktion auf eine schwarze glänzende Glasscheibe.

00:17:07: Spannende Designentscheidung!

00:17:11: twenty-fünfundzwanzig habe ich in dem Bereich die ersten Veränderungen wahrgenommen kleinere Clusterinstrumente für die relevanten Fahrinformation größere Bildschirme auf den Mittelkonsolen für Navigation und andere sekundäre Funktionen Entertainment also nicht mehr die Maximierung der Displayfläche sondern Strukturordnung Priorisierung und damit dann auch verbunden am Ende weniger Ablenkung.

00:17:40: Und in den vergangenen Jahren waren wir dann soweit, dass wir Peak Display, also den Maximum an Displayfläche, Maximum von Display zum Fahrzeug, das hinter uns haben.

00:17:51: Also Displays verschwinden nicht überhaupt nicht!

00:17:55: Sie sind auch hervorragend für komplexe und dynamische Informationen geeignet.

00:17:59: aber die jahrelange Expansionen hat ihren Höhepunkt, hat ihre Sättigung erreicht.

00:18:07: Jetzt wirken plötzlich in den letzten ein zwei Jahren Cockpits wieder Disziplinierter.

00:18:13: Ja, auf Screens gibt's dort wo echte Use Cases da sind, wo echter Wert erzeugt wird aber nicht mehr automatisch überall.

00:18:21: und diese Pillar-to-Piller also von A-Säule zu A-Seule die großen Konzepte querberst am Atorenbrett sind sehr selten geworden.

00:18:31: Und ehrlich ich begrüße das.

00:18:33: Ich finde das richtig gut.

00:18:34: Weil ich das Display nicht mag, sondern weil mehr Interface und mehr Schnittstelle nicht unbedingt bessere Interaktionen im besseren Schnittstellen bedeuten.

00:18:48: Ein weiterer spannender Effekt der in diesem Umfeld zu beachten ist die Rache des Analogen oder etwas weniger radikal ausgedrückt, die Rückkehr des Analogs.

00:19:00: Revenge of the Analogue gibt es noch ein schönes Buch dazu.

00:19:04: Wir bemerken, dass Buttons-Drehsteller haptische Flächen mechanische Rückmeldungen, haptischen Rückmellungen und das alles wieder kommt.

00:19:12: Und es ist keine Nostalgie!

00:19:15: Sondern wir haben gelernt... ...dass der menschliche Körper sehr gut daran ist mit physischen Dingen zu interagieren.

00:19:23: Wir sind analoge Wesen und ein analoger Umwelt ist einfach angemessener von uns.

00:19:29: Ich kann so einen Drehstelle ertasten, ich kann fühlen ob ich den Knopf gedrückt habe Ich kann mit irgendetwas interagieren, ohne meine visuelle Aufmerksamkeit darauf zu richten.

00:19:40: Das hat mir Romantik und Rückwärtsgewandte überhaupt nichts zu tun – das ist ganz schlichte Wahrnehmungspsychologie!

00:19:47: Die Frage lautet deshalb nicht analog oder digital sondern welche Interaktion, analog oder Digital passt zu welcher Aufgabe?

00:19:55: Manchmal Display, manchmal Sprache, manchmal physischer Button, manchmal haptische Interaktionen Und manchmal sollte Technologie einfach gar nichts von mir wollen.

00:20:09: Besonders spannendes Thema ist dabei die Haptic, also so ein Sitz zum Beispiel in dem ich sitze.

00:20:15: da habe ich dauerhaften Kontakt mit dieser Oberfläche und wenn ich da Informationen übertragen möchte das kann sehr sehr instruktiv sein.

00:20:24: ja eine Richtungsinformation muss nicht sein muss nichts sein.

00:20:28: was ich sehe Ich kann es auch fühlen rechts abbiegen dann vibriert es auf meiner rechten Körperseite.

00:20:35: Eine Warnung muss nicht immer ein roter Grafik sein, sondern kann auch in meinem Sitz entsprechend sich darstellen.

00:20:41: Und damit verändert sich die HMI im Fahrzeug von einer Bildschirmzentrierung hin zur Körperzentrierungen.

00:20:49: Ja aber der Mensch ist deutlich mehr als zwei Augen und einen Zeigefinger.

00:20:56: Dafür habe ich das Thema Humane HMIs eingeführt.

00:20:59: Eine Menschen-Maschinen-Schnittstelle, die sich daran orientiert wie Menschen tatsächlich denken, handeln und wahrnehmen multimodal, kontextabhängig, subtil, physisch.

00:21:11: Nicht jede Information die ich übermitteln muss Aufmerksamkeit fordern.

00:21:14: Nicht jeder Funktion braucht einen extra Menüpunkt und nicht jedes technische Feature braucht eine sichtbare Repräsentation.

00:21:22: Und das ist dann technologische Reife.

00:21:24: Am Anfang muss der Technologie zeigen dass sie da, sie muss sichtbar sein.

00:21:28: wenn sie erwachsen geworden ist darf sich auch wieder verschwinden.

00:21:32: Dann kommt zum Beispiel erleben wir es gerade bei künstlicher Intelligenz Mensch gibt ein Befehl, Fahrzeug unteragiert, KI ändert das Ganze und wird damit zu einem aktiven sich anpassenden sich adaptierenden System.

00:21:49: Und damit wird das Fahrzeug HMI eine Frage der Kooperation.

00:21:55: Wer hat die Kontrolle?

00:21:56: Warum macht das Fahrzeuge was?

00:21:58: Was will als nächstes passieren?

00:21:59: Was erwartet es von mir aus?

00:22:00: Menschen?

00:22:01: Das kann ich tun.

00:22:02: Und das wird dann mehr und mehr.

00:22:04: aus einem reinen HMI, aus einem Bildschirm, wo ich Buttons und Knöpfe und Farben und Grafiken habe bewegen wir uns zunehmend in Richtung einer Relationship eines Verhältnisses.

00:22:17: Ja es ist keine menschliche Beziehung.

00:22:19: Ein Auto wird nie mein Freund sein zumindest bei mir nicht.

00:22:24: aber es entstehen Erwartungen Vertrauen Missverständnisse Verantwortung Kontrolle Themen, die eigentlich Mensch-zu-Menschbeziehungen kennzeichnen.

00:22:37: Und genau deshalb wird das Thema Human Center Design mit mehr AI, mit mehr KI, mehr künstlicher Intelligenz und Automatisierung eher wichtiger werden.

00:22:51: Was wir halt eben sehen im Automotive HMI ist von Bildschirmen hin zu Multimodalen Interfaces Kommandos zu Konversation, zu Kollaboration.

00:23:12: Von der Dominanz des visuellen Kanals hin zur Pirefera Aufmerksamkeit und fixe Interfaces werden mehr in Kontext eingebettet und damit liquide Systeme.

00:23:32: Ja und das sind Ideen, die für mich deutlich zukunftfühler sind als nochmal ein Meter fünfzig breites Display.

00:23:39: Dann vermutlich ist die beste Technologie nicht diejenigen, die permanent um unsere Aufmerksamkeit kämpft sondern diejenigen hier, die versteht wann wir sie brauchen... ...und wann nicht.

00:23:56: Kommen wir zum dritten Thema des heutigen Tages, künstliche Intelligenz.

00:24:00: von fast nichts zu fast allem und hin in die physische, in die körperliche Age immer Für mich ein schönes Beispiel wie erstaunlich es ist, wie schnell sich Normalität verändern kann.

00:24:15: Heute kann man eigentlich über Technologie kaum noch sprechen um ohne irgendwann mal künstliche Intelligenz zu landen.

00:24:21: Zweiundzwanzig in meinem CES-Report hat KI praktisch keine Rolle gespielt.

00:24:28: Nicht weiß ich nicht ob mir gab so Machine Learning Computer Vision Sprache aber das war alles längst da.

00:24:33: Aber es war nicht die dicke Story.

00:24:36: Ein Jahr später hat sich das geändert Und für mich war damals die Frage schon, ist es jetzt wirklich künstliche Intelligenz oder ist das einfach nur smart?

00:24:46: Also ich habe damals explizit geschrieben KI hat begonnen das Wort Smart zu ersetzen.

00:24:51: Ja und dann war über alles, ja über Jahr war alles Smart und plötzlich war alles also Smartphone, Smart Home, Smart TV, Smart Mobility, Smart City.

00:25:00: Jetzt wurde plötzlich alles KI, ja sollte es zumindest sein.

00:25:05: Ja, so ein spannendes Beispiel dafür wie Technologiebegriffe aus einer gewissen Karriere machen.

00:25:11: Erst verstirrt sie keiner dann werden es interessant, dann werden sie hype Dann kleben Marketingabteilungen auf alles drauf wo sie ein Jahrmaßen passen und dann irgendwann weiß keiner mehr so richtig was das eigentlich bedeutet.

00:25:28: Spannender Trend ChatGPT Die Technologie als solche war nicht neu Könnte sich.

00:25:34: Intelligenz gab es davor auch schon.

00:25:36: Was neu war aber der Zugang?

00:25:40: Das HMI hat sich geändert und das ist aus meiner Sicht, der Grund warum ChatGPT die KI-Diskussion, die KI Wahrnehmung erheblich verändert hat.

00:25:51: Weil es so einfach und direkt und intuitiv nutzbar ist.

00:25:56: Ist gleiche mit dem Internet.

00:25:57: Internet gab's seit Ende der der der Sechzig Jahre Aber erst Mitte der Neunzig Jahre.

00:26:03: durch die Internetbrowser wurde es für jedermann und jeder Frau einfach nutzbar.

00:26:10: Ich kann einfach schreiben, erklär mir das!

00:26:13: Und die Maschine antwortet.

00:26:15: also aus einer sehr komplexen und teilweise auch versteckten Technologie wurde eine Erfahrung.

00:26:22: Von daher war der Durchbruch generative AEI nicht nur ein AI-Durchbruch.

00:26:27: Es war ein Durchbruchs der durch HMI durch Menschmaschinen Schnittstellen getriggert wurde.

00:26:35: Ja, die Schnittstelle war eine ganz normale Sprache, die ich einfach reintippen konnte.

00:26:38: Also was zutiefst menschlich ist.

00:26:40: Und im Jahr zwanzig vierundzwanzig dann war künstliche Intelligenz allgegenwärtig.

00:26:49: Teilweise sinnvoll, tolle Applikation, teilweise faszinierend.

00:26:54: und manchmal stand ich davor und dachte mir ernsthaft Leute das habt ihr euch überlegt?

00:27:02: Auf der seriösen Seite wurden hier Anwendungen konkreter natürliche Sprachen zu erkennen.

00:27:07: Large Language Models, wie wir sie alle kennen Personalisierung dann die Predictive Maintenance also das vorhersagende Warten von Technologie ja des Wahrnehmens von Kontexten in der Technologie und... ...二zig-fünfundzwanzig war dann eines der Kapitel im Report Artificial Intelligence the Number One Trend der Nummer Eins Trend.

00:27:33: Danahmen künstlichen Intelligenz ungefähr ein Drittel der North Hall ein.

00:27:39: Und auf der einen Seite war das faszinierend, ja?

00:27:42: Everything is AI-driven und andererseits war aber auch klar dass Künstliche Intelligenzen nicht einfach nur das nächste Buzzword nach Smart sein würde.

00:27:55: Ja es war wie eben das Internet der Ninete... ...Ninzeund neunzehn Jahre.

00:28:00: Viele Internet-Unternehmen popten auf und verschwanden wieder.

00:28:03: Das Internet ersäuche es nicht und mit KI wird das ähnlich passieren.

00:28:08: Vielleicht lachen wir in einigen Jahren über viele heutige KI-Produkte und Milliarden Investitionen, die gemacht werden.

00:28:15: Daraus folgt aber nie dass die KI verschwindet – das wird nicht passieren!

00:28:20: Vielleicht ändert sich das Label?

00:28:23: Vielleicht definitiv wird sich die Rolle verändern und sie wird auch künstliche Intelligenz selbstverständlich werden.

00:28:32: Am Ende immer meine kleine, gemeine Frage.

00:28:35: Macht es dann auch unser Leben besser?

00:28:37: Ja macht KI unser Leben tatsächlich einfacher sicherer schneller fokussierter oder unterhaltsamer?

00:28:43: Weil ob ein Produkt technisch künstliche Intelligenz verwendet ist für mich von begrenztem Interesse.

00:28:52: Also was hat ich davon?

00:28:55: Was hat Nutzer davon?

00:28:56: Technologieentwicklung funktioniert erstaunlich oft andersrum.

00:29:00: Wir haben eine Technologie also suchen wir Einwendungen dafür.

00:29:02: KI kann was, also bauen wir sie ein.

00:29:06: Because we can!

00:29:08: Diesen Satz halte ich im Zwischenverein der gefährlichsten Sätze in einem Technologiekontext.

00:29:14: Die bessere Reihenfolge wäre Wir haben ein relevantes Problem.

00:29:18: Kann künstliche Intelligenz helfen das zu lösen?

00:29:21: Wenn ja wunderbar.

00:29:22: wenn nein warum bauen wir Sie ein?

00:29:26: Und dann bekam KI einen Körper Kosmos vorgestellt, eine Plattform mit der Roboter- und Autonomesysteme in virtuellen Welten trainiert werden könnten.

00:29:43: Und er tauchte dann für mich das erste Mal der Begriff Physical AI auf – also physische künstliche Intelligenz.

00:29:51: Bis dahin war KI eher was, was auf Rechnern auf Bildschirmen passiert.

00:29:56: Erzeugt Textbilder Software Videos aber alles bleibt digital.

00:30:01: Physical AI verändert das.

00:30:05: Die KI bekommt Sensoren, Kameras, Radar-Lieder, Aktuatoren, Motoren, Räder, Arme und Beine.

00:30:14: Sie kann nicht nur was sagen, sie kann etwas tun!

00:30:18: Dieses Jahr waren Robotics und künstliche Intelligenz sichtbar miteinander verschmolzen.

00:30:28: KI gibt Robotern die Fähigkeit ihre Umgebung wahrzunehmen, Situationen zu interpretieren und Entscheidungen zu treffen Und die Roboter geben der künstliche Intelligenz eine physische Präsenz.

00:30:42: Es können autonome Fahrzeuge sein, es kann humanoide Roboter sein, Drohnen, mobile Fahrzeue der diversen Art bis hin zu Exoskeletten, die auch ein Riesenthema sind und gemeinsam ist all diesen Applikationen eine neue Schleife wahrnehmen verstehen entscheiden handeln Gratis Handeln ist im Endeffekt der entscheidende Punkt.

00:31:10: Also KI verlässt den Wildschirm, wird damit menschlich interessant und solange mir künstliche Intelligenz einen Text schreibt kann ich die noch ignorieren.

00:31:19: Wenn ein KI System eine zwei Tonnen schwere Maschine bewegt, kann ich das nicht mehr ignorieren.

00:31:27: Ja dann habe ich plötzlich.

00:31:28: Themen wie Vertrauen Sicherheit Verantwortung Kontrolle Vorhersagbarkeit Erklärbarkeit Habe ich bei digitaler KI auch Aber es ist nicht relevant.

00:31:39: Es kann irrelevant sein!

00:31:43: Und je näher Technologie dem Menschen physisch kommt, desto wichtiger wird wiederum der Mensch.

00:31:51: Ja und wenn ich jetzt mal rückblicke gibt's im Endeffekt drei Phasen KI als Label, als Namensschild, KI als Infrastruktur also digitale Infrastruktur und jetzt als letztes KI als eine handelnde Instanz im Leben des Menschen.

00:32:10: Und genau jetzt kommt ja der schwierige Teil, also nicht die Frage wie Intelligent Maschinen werden sondern was sollen sie für uns tun?

00:32:18: Die Technologie wird ja nur dann wirklich sinnvoll wenn Sie unser Leben verbessert.

00:32:24: Das sollte der Maßstab sein den wir jetzt nach einigen Jahren KI künstliche Intelligenz-Hype brauchen.

00:32:31: wir diesen Maßstabe?

00:32:33: vielleicht ist das genau der Maßstäb den wir brauchen.

00:32:36: Also nicht mehr AI, nicht größere Modelle, nicht mehr Parameter, nicht noch einen Button irgendwo sondern eine Technologie, die Menschen von Monotoner und gefährlicher Arbeit entlastet.

00:32:49: Die Mobilitätssicherheit macht Menschen mit Einschränkungen unterstützt, am Ende bessere Entscheidungen ermöglicht.

00:32:57: Und KI kann das alles!

00:33:00: Aber dass etwas möglich ist heißt noch lange nicht, dass wir es auch wirklich brauchen.

00:33:13: Kommen wir zum vierten Punkt war eben ja schon ein bisschen drin also die Roboter Romaneide-Roboter.

00:33:21: müssen Maschinen eigentlich wie Menschen werden.

00:33:24: Ja, das ist eine total faszinierende Sache!

00:33:26: Ich finde es auch gefesselt von... Wenn da so ein Romaneider-Robot herumläuft bildet sich immer eine Menschentraube und dann faltet der Wäsche, dann spielt er Tischtennis, dann macht er Tai Chi und macht noch ein Video.

00:33:42: und ja, man ist alles schick wenn man sich das so anschaut und sagt jup Kuhle Sache.

00:33:50: Irgendwann stelle ich mir immer wieder die gleiche ziemlich unromantische Frage, was soll das?

00:33:59: Warum eigentlich?

00:34:02: Klassische Robotik war vergleichsweise einfach.

00:34:05: So ein Industrie-Rewarder der Schweiß, der lackiert, er hebt schwere Teile hoch und montiert irgendwas.

00:34:10: Und er vermisst ja nicht aussehen wie Mensch sondern Form follows Function.

00:34:14: also die Form folgte der Aufgabe die ihr zu lösen hat.

00:34:19: Und eine Roboterarm braucht kein Gesicht.

00:34:21: Ein autonomes Transportfahrzeug braucht keine Beine, ein Schweißroboter trägt keine Hose.

00:34:30: Roboter verlassen aber im Moment zunehmend ihre Käfige, ihre industriellen Eingrenzung die sie haben.

00:34:38: Sie kommen näher an Menschen in den Alltagsleben, in Fabriken und auch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen und Hotels und bei dem einen oder anderen sicher auch sehr bald in der privaten Wohnung Und damit verändert sich unsere Beziehung zu ihnen.

00:34:52: In dem Jahr twenty-fünfundzwanzig habe ich auf das CES das erste Mal Roboter wahrgenommen, deren Aufgabe über die klassische industrielle Automatisierung hinausgeht.

00:35:05: Die interagieren, kommunizieren und reagieren, die auch Emotionen erkennen und vielleicht simulieren sie eigene Emotion.

00:35:14: Sobald wir Maschinen soziale Eigenschaften geben, reagieren Menschen sozial auf Sie!

00:35:20: Wir bedanken uns bei Sprachassistenten, wir geben Robottern Namen.

00:35:23: Wir reden mit Staubsaugerrobotern.

00:35:26: Manchmal reichen zwei simple Runde Kreise als Augen eine Stimme oder eine entsprechende Bewegung und das führt bei mir zu gruseligen Momenten.

00:35:42: Momenten wo ich die ganze Thematik ernsthaft hinterfrage.

00:35:46: Dieses Jahr in den Jahren im Jahr ein Warnhumanoide-Roboter überein.

00:35:50: Technisch, beeindruckend?

00:35:51: Du hab keine Frage.

00:35:53: Und irgendwann stand ich dann vor mehr als einem Roboter wo irgendjemand beschlossen hatte der Roboter reicht nicht er muss menschlicher aussehen.

00:36:02: Er bekam Kleidung, Hut aufgesetzt und irgendwann stand auch mal einer damit eine Silikon haut.

00:36:09: und spätestens im Moment ist bei mir was umgekippt.

00:36:13: Aus der Faszination die ich da empfunden habe und auch dem Respekt von der technischen Leistung wurde ein tiefes Unbehagen.

00:36:23: Das sogenannte Uncanny Valley.

00:36:24: Wenn wir nicht mehr wirklich wissen, ist es echt?

00:36:26: Ist das Mensch oder ist das Maschine?

00:36:30: Für mich dann verbunden warum machen wir das?

00:36:36: und natürlich kann ein Gesicht kommunikational leichter in.

00:36:38: Augen können Aufmerksamkeit singalisieren, Gesten können Absichten verständlich machen.

00:36:42: aber daraus folgt NICHT dass ein Roboter irgendwie halbwegs nah wie ein Mensch aussehen sollte.

00:36:48: Es ist ein entscheidender Unterschied.

00:36:51: ja also menschlich kompatibel ist nicht das gleiche wie sieht aus, wie ein Mensch.

00:37:00: Ein Roboter sollte natürlich für Menschen verständlich sein seine Bewegung seiner Aktion vorhersehbar.

00:37:06: ich sollte immer erkennen können ob ich aber mich wahrgenommen hat und was er als nächstes tun wird.

00:37:12: dabei helfen.

00:37:13: Augen Kopf Arme Gisten Aber brauche auch Poren Falten Haare sind die Kuhn haut.

00:37:21: Ich bin mir verdammt unsicher.

00:37:27: es gibt Natürlich einen guten technischen Grund für humanitische Körperform.

00:37:32: Unsere Welt, unsere Umwelt wurde für Menschen gebaut.

00:37:34: Treppen, Türen, Werkzeuge, Regale, Arbeitsplätze, Küchen – alles ist auf uns Menschen zugeschnitten!

00:37:41: Zwei Beine können treppensteigen, zwei Arme können menschliche Werkzeuge nutzen.

00:37:45: Hände können Gegenstände greifen die für menschlichen Händen konstruiert wurden.

00:37:49: Also das ist ein starkes Argument dafür dass wir Roboter mit denen wir in geteilten Arbeitsumgebungen zusammenarbeiten.

00:37:59: Zum Teil von Menschen, zum Teil von Robotern arbeiten die erledigt werden.

00:38:04: Das spricht ganz klar dafür dass ich eine gewisse humanoide Funktionalität habe.

00:38:11: Für mich aber die Frage brauche ich dafür zwingend ein menschliches Aussehen?

00:38:16: und Roboter kann gerne zwei Arme und zwei Beine haben macht Sinn?

00:38:21: oder trotzdem ganz offensichtlich eine Maschine sein?

00:38:24: das wäre deutlich ehrlicher.

00:38:27: Ja und Ehrlichkeit ist auch eine HMI, eine Menschmaschinen-Schnittstellen-Eigenschaft.

00:38:32: Ein gutes Interface hilft Menschen ein System richtig einzuschätzen.

00:38:36: Was kann es?

00:38:36: Was kann das nicht?

00:38:37: Was macht es?

00:38:38: Wie zuverlässig ist es?

00:38:40: Und zu viel Menschenähnlichkeit kann das alles erschweren.

00:38:44: Wenn einer Maschine aussieht und spricht wie ein Mensch und Emotionen simuliert dann erwarten wir möglicherweise Dinge von ihr die sie nicht leisten können.

00:38:53: Verständnis Empathie Absicht Moral Ja und unser Gehirn macht dann den Rest.

00:38:59: Wir spiegeln ja die Umwelt immer in unserem Gehirnen, an unseren eigenen Wahrnehmungen, an dem was, was in unserem normalen System passiert.

00:39:06: Und es kann alles faszinierend sein Es kann aber auch manipulativ werden.

00:39:17: In der Industrie ist der Business von Robotern klar Arbeitskräftemangel, körperliche Belastung Gefälligkeit.

00:39:24: Ich gehe in repetitive T-Aufgaben also ständig wiederholende Aufgaben höhere Qualität höhere Produktivitäts.

00:39:32: Da haben wir in Bündel ein Problem, da haben wir eine Technologie die hilft.

00:39:35: Also schaffen wir einen Wert!

00:39:39: In unserem Zuhause wird es schon bisschen schwieriger.

00:39:42: Ja also Staubsauger und Rasenmähen funktioniert mit so kleinen Robotern ganz hervorragend.

00:39:46: auch wieder klare Aufgabe nervt immer.

00:39:49: so ein bisschen muss ich ständig machen.

00:39:51: also perfekt schaffe ich mir den Roboter dafür an.

00:39:55: aber wozu könnte ich einen humanoiden Roboter meiner Wohnung bauen?

00:39:58: Was soll ihr machen?

00:39:59: Wäscheverhalten, Geschirrheinräumen kochen, mir ein Bier bringen?

00:40:03: Ah, vielleicht.

00:40:05: Ja aber so ein private Haus hat das eher unstrukturiertes, chaotisches, emotionales voller Ausnahmen und von daher habe ich irgendwie jetzt noch Probleme den echten Nutzen dieser Home-Roboter Konzepte zu sehen.

00:40:23: Ich sehe dass sich das ändern kann.

00:40:27: Das ist nicht die Frage Aber im Moment denke ich mir eher noch Experimentierphase.

00:40:34: Dann kommen wir zum Schluss zur Frage die über die Technik hinausgeht.

00:40:39: Also nicht, was kann ein Roboter tun?

00:40:41: Sondern was sollte einen Roboter tonen?

00:40:45: Ja, die technischen Fähigkeiten beantworten keine gesellschaftlichen, keine soziale Frage.

00:40:49: Nur weil ein Robota einen Menschen ersetzen kann bedeutet es nicht dass er ihn ersetzen sollte.

00:40:56: nur weil wir Roboter emotional gestalten können bedeutet das nicht dass wir emotionale Beziehung zwischen Mensch und Maschine fördern sollen.

00:41:06: Nur weil wir künstliche Menschen bauen können, bedeutet das nicht dass wir künstlichen menschen brauchen.

00:41:15: Ja und da sind wir wieder bei dem punkt because we can.

00:41:18: Ja nur was können machen was nie falsche ansatz.

00:41:23: Vielleicht ist der beste roboter Genau Deshalb derjenige der kein Mensch sein will.

00:41:29: ja technologie muss nicht menschlich aussehen um menschzentriert zu sein.

00:41:33: Ein guter Roboter könnte dadurch vertrauen schaffen, dass er seine Maschinenhaftigkeit nicht versteckt.

00:41:40: Klaren seiner Funktionen verständlich vorhersehbar, transparent hilfreich, erkennen wir künstlich.

00:41:46: Er muss nicht mein Freund sein!

00:41:47: Er muß nicht so tun als würde er mich lieben.

00:41:50: Er muße auch nicht aussehen wie ich.

00:41:52: Er muss etwas können was einen Wert für mich hat.

00:41:56: Das reicht.

00:42:01: Vielleicht liegt in dem Schritt von Automatisierung zu Zusammenarbeit, von Automation zur Collaboration die eigentliche Entwicklung der Robotik.

00:42:11: Der klassische Roboter führt eine Aufgabe aus, der intelligente Roboter arbeitet mit Menschen zusammen und er muss Menschen wahrnehmen.

00:42:18: Er muss Absichten erkennen, seinen Verhalten anpassen kommunizieren, er muss Grenzen respektieren.

00:42:23: Und Menschen müssen verstehen was der Roboter tut!

00:42:27: Damit landet die Robotik genau wo ich auch AI, autonomes Fahren und bei HMI-Geländen sind... ...weil Menschen.

00:42:38: Was erwarte ich also für die CES S-Ach.

00:42:42: Es wird mehr humaner Europter geben, es wird mehr AI geben, bessere Bewegungen, bessre Hände natürlich ihre Sprache geben, das wird mehr Agentic AI geben.

00:42:53: Und nicht befürchte!

00:42:54: Es wird noch mehr Roboter mit Kleidung und Silikonhaut geben.

00:43:00: In Tiefe mir drinnen habe ich die Hoffnung Dass es weniger gibt von Schaut mal her, was unser Roboter kann.

00:43:08: Sondern mehr von schaut mal welches Problem er löst!

00:43:14: Die beeindruckendsten Systeme werden nicht diejenigen sein, die uns am ähnlichsten sind sondern diejenigen, die wir am besten ergänzen.

00:43:21: Ja, in denen gefährliche Arbeit übernehmen und Menschen körperlich entlasten.

00:43:26: Die Pflegekräfte unterstützen Mobilität ermöglichen Menschen mit Einschränkungen mehr Selbstständigkeit geben oder die langweilen Dinge alignieren.

00:43:34: Genau da entsteht ja der Wert.

00:43:36: Nicht durch Menschenähnlichkeit, nicht durch spektakuläre Demos und erst recht nicht diese Likunhaut.

00:43:46: Mich interessiert wie menschlich bleibt denn die Welt, die wir mit Robotern bauen werden?

00:44:00: So das war's für heute, mal wieder ein Ritt durch die vier Punkte zwei Automotivpunkte hatten wir nochmal zwei Punkte aus dem Bereich Robotik KI.

00:44:09: Die nächste Folge wird dann nochmal drei Komma fünf Punkte erklären, wie sich die jetzten fünf Jahre CES aus meiner Sicht entwickelt haben.

00:44:22: Das war's für heute!

00:44:24: Ich bedanke mich dafür dass du Zeit mit mir verbracht hast.

00:44:28: Du hast etwas für dich getan was dir keiner mehr nehmen kann.

00:44:31: Für einen weiteren Austausch findest du mich auf LinkedIn und auf meinen Webseiten www.peter-reska.com SS oder unter www.beyond-hmi.de.

00:44:47: Bis zum nächsten Mal, pass auf dich hier auf und bleibt gesund!

Über diesen Podcast

Es geht um das Verhältnis von Mensch und Technik, um die Gestaltung von Technologie. Es geht darum, wie wir unsere Leben zurückbekommen, indem wir uns aus der Technologiesucht befreien. Technologie hat zwei dicke Probleme: sie ist schwer zugänglich und sie macht süchtig. Ich möchte das Leben meiner Zuhörer besser machen, in dem ich ihnen die Augen öffne, was die Gestaltung von und den Umgang mit Technologie angeht. Mein Ziel ist es, den Blick auf die Welt verändern und sie damit zu einem besseren Ort machen.

von und mit Dr. Peter Rössger

Abonnieren

Follow us