Der Mensch Technik Podcast

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00:00:04: Herzlich Willkommen zum Ancient Technik Podcast.

00:00:06: Dieser Podcast ist für alle, die Technologie entwickeln, vertreiben oder nutzen.

00:00:12: Für Alle, die immer mal wieder das Gefühl haben, dass Technologie sie überrumpelt oder beherrscht.

00:00:17: Für alle, Die verstehen wollen was Technologie mit uns macht und wie wir unser Leben zurückbekommen.

00:00:23: Dieser podcast ist für die, die technologie sexy machen wollen.

00:00:27: Alli Produkteentwickler Designer UXUI Profis Produktmanager CTOs CEOs Und Hallo, hallo.

00:00:54: Willkommen zur neuen Folge des Menschtechnik-Pott.

00:00:58: Meine Regelmäßchenhörer werden es hören.

00:01:01: ich bin unterwegs und kann von daher nicht mit dem gewohnten Equipment meinem geliebten Podcast Mikrofon arbeiten sondern Spreche es hier direkt in mein MacBook hinein und das ist vielleicht ein bisschen halliger wenn ich ganz so wie gewohnt von der Qualität her.

00:01:24: Aber es geht einfach nicht anders im Moment!

00:01:28: Wir haben heute die dritte von drei Folgen zum Thema letzte fünf Jahre CES, was ist da passiert?

00:01:34: Was sind die großen Trends?

00:01:36: Wie sind sie miteinander verwoben?

00:01:40: Die ersten sieben Trends haben wir in den letzten beiden Folgen abgearbeitet, wer also die letzten Beinfolge nicht gehört hat.

00:01:50: Meine ganz heiße Empfehlung geht zurück, hört ihr die vorletzte Folge an und dann kommen hierher zurück und hört ihr neuer die aktuelle Folge ein.

00:02:01: Sie bauen aufeinander auf, sind miteinander verwoben.

00:02:03: von daher macht es Sinn da entsprechend nochmal zurückzugehen.

00:02:10: Meine Stammhörer natürlich haben die beiden letzten Folgen gehört und freuen sich auf den Abschluss der letzten fünf Jahre CES.

00:02:19: Ich habe ja meine Reports, ich schreibe jedes Jahr einen Report nach der CES Und hab die letzten fünf Reports hinnebeneinander gelegt und einfach mal geschaut Was hat sich denn in den groben Linien verändert?

00:02:33: Ich habe diese Linien nachgezeichnet und die sind nicht unabhängig voneinander.

00:02:38: Die sind auch miteinander verwoben, verknotet, verwebt manchmal gar nicht auseinanders zu halten.

00:02:44: Kommen heute nochmal drei Themen dazu.

00:02:46: das eine des erstes ist die Elektrifizierung der Mobilität.

00:02:50: Das zweite ist Virtual Reality also virtuelle Realitäten.

00:02:55: Und der dritte Punkt vom Produkt zum Ökosystem.

00:02:59: und ich habe immer von zehn ein halb Punkten gesprochen und jetzt lösen wir diesen Cliffhanger auf.

00:03:07: Das halbe Thema ist, wie ich mich?

00:03:11: Wie ist sich meine Sicht auf die CES, auf Technologie, Auf Technologienentwicklung in den letzten fünf Jahren und da ist die Ces nun gar nicht unschuldig dran also wie sich meine Sicht auf die Dinge verändert hat.

00:03:26: Da das kein technisches Thema ist dachte ich, ich hänge es einfach als Komma-Fünf hinten dran.

00:03:31: Ist ja nicht unüblich, viele Autorenkollegen machen das auch.

00:03:35: H-Fünfzehneinhalb Regeln für die Zukunft oder sechsensechzig ein Drittel Regeln führ und so weiter.

00:03:41: Gibt es alles an Büchern?

00:03:43: Von daher habe ich mir erlaubt diese Idee zu klauen und meinen persönlichen Dingen als Null Komma Fünf an die zehn anderen Trends anzuhängen.

00:03:53: Lass uns starten!

00:03:54: Elektrifizierung.

00:03:56: Elektrifozierung des Verkehrs... Das waren wir.

00:03:59: Da kann man eine Zeit, da reicht ein Elektromotor um auf einer Automäße Zukunft zu zeigen.

00:04:05: Ja, Electric Vehicle, EV-Battery Electric Vehicles, Themen wie Batterie Reichweite, Ladeleistung Tesla als einer der ganz starken Protagonisten dieses Trends.

00:04:16: und die Frage war eigentlich nur noch wann wird das Elektroauto den Verbrenner ablösen?

00:04:21: Auch politisch getriggert egal ob jetzt des Verbrenners aus wieder aufgeweicht wird in der Europäischen Union es wird kommen Keine Frage.

00:04:31: Heute interessiert mich diese Frage weniger.

00:04:32: nicht, weil die Elektrifizierung irgendwie gescheitert wäre oder nicht kommt im Gegenteil.

00:04:37: Die Elektrifozierung wird etwas... Oder ist das geworden?

00:04:44: was für Technologien wahrscheinlich das größte Zeichen der Folge?

00:04:46: Es ist normal geworden, es redet keiner mehr drüber und es ist okay.

00:04:51: Das Elektroauto war mal eine große Geschichte.

00:04:54: Vor wenigen Jahren gehört die Lektifreziehung zu den wichtigsten Entwicklungslinien in der Autoindustrie.

00:04:59: Es gab das Case-Mantra, Connected, Automated, Shared, Electric.

00:05:05: Neue Hersteller sind entstanden und neue Fahrzeugkonzepte wurden möglich.

00:05:09: Batterien ersetzten Antriebsstränge und plötzlich stellte sich eine alte Frage neu – wer kann eigentlich Autos bauen?

00:05:18: Ja, in Zweiundzwanzig habe ich in meinem CES-Report vielleicht ein bisschen provokativ geschrieben.

00:05:23: Electric Vehicles are simple and anyone can build a car.

00:05:26: Elektro Autos sind einfach und jeder kann ein Auto bauen.

00:05:30: Klar war das überschwitzt aber die Eintrittsbarrieren sind deutlich anders geworden.

00:05:35: der Vorsprung klassischer OEM bei Verbrennungsmotoren, bei Getriebenen, bei Antriebsstrengungen verlor mehr und mehr an Bedeutung.

00:05:43: neue Spieler kamen und eine normale Vielfalt.

00:05:47: Zum Beispiel Handyhersteller wie Xiaomi bauen plötzlich Autos, Technologie-Provider wie Huawei baut Autos.

00:05:57: Also dazu kommt ein ganz anderer Mobilitätsform eBike, Scooter, Motorräder, Dreiräder, Lieferfahrzeuge, PeopleMover, Landmaschinen, Baumaschinen und am Ende sogar elektrisch angetriebene Koffer mit den Menschen durch Flughafen fahren können.

00:06:15: Im Jahr, Jahr zwanzig-fünfundzwanzig nahm das Thema Micromobility rund dreißig Prozent der Northall in Las Vegas ein und viele Produkte waren wirklich cool.

00:06:27: Bei anderen dachte ich mir war es okay und bei anderen war wirklich die Frage wer zum Teufel braucht dass?

00:06:35: Zwanzigvierundzwanzig war die Revolution der Elektromobilität eigentlich schon vorbei.

00:06:41: ja also nicht technisch sondern mental.

00:06:44: Also Ich habe im Report geschrieben, Elektrofahrzeuge sind kein zukünftiger Trend.

00:06:52: Ja sie sind da!

00:06:53: Sie sind vorhanden auf der Straße und klar haben wir noch Probleme.

00:06:59: Reichweite Kosten, Batterieruhstoffe, Ladeinfrastruktur, Energieversorgung alles irgendwie Ansätze sind da.

00:07:06: es ist zum Teil gelöst aber wir haben überall noch Verbesserungsbedarf.

00:07:12: Niemand muss heute mir beweisen dass attraktive Elektroautos möglich sind.

00:07:17: Sie sind auf der Straße.

00:07:18: Ja, in twenty-fünfundzwanzig zeigte ausgerechnet Honda einer der größten Motoren, Verbrennungsmotorenhersteller der Welt zwei neue batterieelektrische Fahrzeuge und kündigte sieben Beffmodelle also battery electric vehicles bis zwanzig dreißig an.

00:07:35: Und wenn selbst Honda... Also dass diese Fahrzeige so nicht kommt eine andere Geschichte ist ne Businessgeschichte.

00:07:39: aber wenn selbst honda elektrifizierung als ein selbstverständlich Teil seiner Zukunft betrachtet hat sich da einiges geändert.

00:07:52: Wir haben Elektrifizierung von Fahrzeugen lange mit einer Transformation verwechselt, Verbrellungsmutter aus, Elektromotoren fertig... Ein zwei Tonnen schweres Elektroauto, das morgens einen Menschen dreißig Kilometer ins Büro bringt dort acht Stunden steht und abends zurückfährt bleibt immer erst mal ein zweittonnenschweres Auto.

00:08:09: nur elektrisch ja leiser effizienter lokal um eine Zone Zwei-Rollemission alles gut.

00:08:15: aber Wie organisieren wir Mobilität sinnvoll?

00:08:18: Wieviel Fahrzeug brauchen wir eigentlich?

00:08:20: Wie lange nutzen wir es, woher kommt die Energie und welche Rohstoffe wir brauchen.

00:08:24: Das sind inzwischen die interessanten Fragen.

00:08:28: Und Nachhaltigkeit kollidiert häufig mit den entsprechenden Geschäftsmodellen.

00:08:33: Erzehnzig-vierundzwanzig war Sustainability allgegenwärtig auf der CES CO² Reduktion Recycling wieder verbendbarer Materialien energieeffizient.

00:08:43: Zum Beispiel vor Jahr zeigte Sitzbezüge, deren unterschiedliche Bestandenteile aus demselben Material bestehen.

00:08:50: Das ist das vereinfachte Recycling erheblich!

00:08:53: Da gab es keinen Humaneidenroboter keine spektakuläre KI-Demo.

00:08:58: Es war ein Sitz Bezug und vielleicht mehr echter Fortschritt als an manchen anderen Messestellen.

00:09:05: Und klar gibt's auch Greenwashing.

00:09:07: Wir reden gerne über nachhaltige Produkte.

00:09:09: Firmen reden gerne immer nachhaltiges Produkt.

00:09:11: Wir reden gerne über Vina Produkte.

00:09:14: Man kann den ökologischen Fahrtprinzen für Footprint eines Smartphones reduzieren, aber vielleicht wäre es besser das alte Smartphone einfach zwei Jahre länger zu nutzen?

00:09:23: Das ist aber für ein Hersteller ein schweres Geschäftsmodell und die CES lebt davon dass es nächstes Jahr wieder was Neues gibt.

00:09:32: Und Nachhaltigkeit stellt eine unangenehme Gegenfrage.

00:09:37: Brauchen wir das neue Produkt überhaupt?

00:09:43: hervorragend daran geworden, Dinge effizienter zu machen.

00:09:46: Aber Effizienz beantwortet nicht die Frage nach dem Zweck.

00:09:51: Ein Produkt kann extrem effiziente etwas tun was niemand braucht und deshalb gefällt mir die Vielfält der elektrischen Mobilität.

00:09:59: ja?

00:09:59: Nicht weil jeder Scooter die Welt rettet oder die Koffer zum drauf sitzen sondern weil wir Mobilität besser an tatsächliche Bedürfnisse anpassen können.

00:10:10: mancher brauche ich ein Auto manchmal ein Fahrrad manchmal öffentliche Verkehrsmittel Und manchmal möchte ich einfach nur mit meiner Harley über die schwäbische Alp fahren.

00:10:18: Auch das darf Teil der Zukunft in Mobilität sein.

00:10:25: Technologische Transformation bedeutet nichts, wangsläufig dass das alte das neue vollständig ersetzt.

00:10:33: Ja vielleicht brauchen wir nach Case und Dias also meinem neuen Mantra Im Sinne von Diverse, Intelligent, Automated und Software-driven brauchen wir Neues.

00:10:43: Akronymuna vielleicht auch nicht?

00:10:45: Gibt schon genug davon!

00:10:47: Die entscheidende Frage lautet NICHT mehr.

00:10:49: Welche Technologie setzt sich durch?

00:10:52: Sondern welche Technologie ist für welchen Zweck angemessen?

00:10:58: Ein E-Bike für zehn Kilometer Arbeitsweg Perfekt!

00:11:01: Ein autonomes Elektrofahrzeug auf einem Werksgelände Perfekte!

00:11:05: Ein zwei Tonnen schweres Premium SUV für achthundert Meter zum Bäcker technisch beeindruckend, nur den Rest sollten wir reden.

00:11:14: Elektrifizierung hat gewonnen und jetzt beginnen die eigentlich schwierigen Diskussionen.

00:11:19: Es geht nicht mehr darum ob wir elektrifizieren sondern was wir damit machen.

00:11:25: Eine Technologie wird erwachsen wenn wir aufhören ihre bloße Existenz zu feiern Und anfangen sie nach ihrem Nutzen zu beurteilen.

00:11:32: Nicht was können wir bauen Sondern was davon sollten wir bauen?

00:11:38: Da ist die Elektromobilität.

00:11:41: hat sich die Elektromobilität in den letzten fünf Jahren zu einem perfekten Beispiel entwickelt.

00:11:47: Es redet keiner mehr darüber, ob wir Elektroautos haben sondern nur noch zu welchen Zweck und wie wir sie bauen.

00:11:59: Nächster Punkt Virtual Reality der Super Hype von ein paar Jahren.

00:12:05: ich stelle fest vielleicht wollen wir gar nicht in die digitale Welt eintauchen ja also vor ein paar jahren.

00:12:10: So sollten wir alle ins Metaverse ziehen, alle nur noch mit Masken zu Hause auf dem Sofa sitzen und dort dann durch die Welten so weiter arbeiten einkaufen.

00:12:19: Unsere Freunde treffen Konzerte besuchen im Mobilkauf und alles wird unseren perfekt gestalteten wunderschönen Avatar.

00:12:26: Und die Zukunft sollte damals darin bestehen, reale Welt zu verlassen und komplett in eine Digitale einzutauchen.

00:12:35: Es geht schon aber los, dass wir uns damit eine ziemlich große Brille auf den Kopf setzen.

00:12:40: Ich war sehr skeptisch damals schon und ich bin es heute immer noch.

00:12:45: Und vielleicht war die Grundannahme falsch, also nach PC, Internet oder Smartphone sollte Virtual Reality die nächste große Computerplattform, die nächste HMI-Plattform, eine nächste große Schnittstelle zwischen Mensch und Computer werden.

00:13:03: Also nicht mehr einfach ein Bildschirm schauen sondern drinnen sein.

00:13:08: Dann ging's um Themen wie Gaming, Entertainment Lernen, Simulationen, Engineering.

00:13:15: Die Zusammenarbeit weltweit an verschiedenen Standorten an gemeinsamen Themen und für einige dieser Anwendungen gerade fürs letzte funktioniert Virtual Reality ganz hervorragend.

00:13:27: aber aus der Vision einer virtuellen Parallelwelt für Milliarden Menschen, Privatmenschen wurde erstaunlich wenig.

00:13:38: ich Ken niemanden der morgens sagt Schatzi, ich bin da mal Metaverse und setze sich die Brille offen verschwindet.

00:13:45: Und vielleicht liegt das Problem gar nicht so sehr bei der Technologie.

00:13:48: Die ist sicher auch ein Problem aber ja... Das Problem liegt meiner Meinung nach beim Menschen.

00:13:53: Wir sind körperliche Wesen wir leben in einer physischen Welt wir bewegen uns berühren Dinge riechen hören schmecken wie erleben Nähe Entfernung Temperaturen.

00:14:01: dann kommt die Technologie und sagt wir haben was besseres setzt diese Brille auf.

00:14:06: Es ist aus meiner Sicht keine besonders überzeugende Audio Proposition, kein besonders sexy Use Case.

00:14:41: war keine große Entwicklungslinie mehr.

00:14:44: Technologische Trends erkennt man manchmal auch schon dann, dass sie irgendwann niemand mehr drüber spricht und nicht aus dem Grund das sie alltäglich geworden sind sondern dadurch dass sie irrelevant geworden sind.

00:14:53: also die Idee als solche ist nicht verschwunden Sie hat einfach ihre Richtung verändert.

00:15:00: Ja, von twenty-fünfundzwanzig zeigte Axreal AR Brillen ja die Grundidee Nicht die reale Welt verlassen also AR augmented reality über lagerte Realität.

00:15:10: Ja, nicht die reale Welt verlassen die Analoge sondern sie erweitern um digitale Informationen.

00:15:17: Warum sollten wir uns zwischen digital und real entscheiden?

00:15:21: Und vielleicht war auf diesem Weg dorthin Virtual Reality die komplett digitale Umgebung nur ein nötiger Umweg.

00:15:31: Das Smartphone verbindet uns mit digitalen Informationen aber während wir auf das kleine Rechteck schauen verliern wir häufig unsere Umgebungen aus dem Blick.

00:15:39: Augmented Reality, also die überlagerte Realität könnte das verändern.

00:15:43: Navigationsinformationen werden auf der Straße angezeigt, Übersetzung direkt auf Schildern.

00:15:48: wenn ich in Tokio oder in Shanghai über die Straße laufe und da wird mir angezeigt was steht denn auf diesem Schild hier?

00:15:56: Informationen bei Reparaturen.

00:15:59: Wenn ich jetzt vor einem Motor sitze den ich reparieren möchte dass mir gezeigt wird hey hier ist ein Problem.

00:16:07: Schauen wir hier hin, unterstützt zu meinem Montage arbeiten.

00:16:10: Informationen erscheint dort wo wir sie brauchen und im Auto haben wir das.

00:16:15: Head-Up Displays bringen Informationen in der Sicht für Disfarrers.

00:16:19: ja also zum Beispiel fünfundzwanzig war das war das holografische Head Up Display von Saris eines meiner persönlichen CES Highlights.

00:16:27: eine holographische Folie relativ kleine Projektoren oder winzig kleine Projektoren schöne scharfe Bilder auf der Windschutzscheibe coole Sache.

00:16:36: Ja, die Information wird daraus räumlich kontextuell, sie wird situativ.

00:16:42: Also um es auf den Punkt zu bringen das Display löst sich vom Display.

00:16:47: Das was angezeigt wird ist nicht mehr unbedingt direkt mit dem physischen Objekt verbunden und KI macht daraus etwas Neues.

00:16:55: Eine AI-Brille wird eigentlich erst interessant wenn Sie verstehen welche Informationen ich gerade brauche und welche nicht.

00:17:02: Wo bin ich, was mache ich?

00:17:03: Was sehe ich.

00:17:04: Was möchte ich wissen?

00:17:05: Kameras erfassen die Umgiebung KI interpretiert den Kontext das System entscheidet welchen Informationen sinnvoll ist wahrnehmen verstehen entscheiden und wenn die Entscheidung lautet entsprechend lautet anzeigen.

00:17:21: hier vermute ich dann wiederum die nächste Falle.

00:17:24: also wir können mit kein Smart Glasses nutzen um noch mehr Informationen vor unseren Augen anzuzeigen.

00:17:30: Was ist an die März reingekommen?

00:17:31: Welche WhatsApps, Link in Nachrichten, News, Werbung, Likes und so weiter.

00:17:36: Permanent was für eine wunderbare, eigentlich ergrauenvolle Vorstellung.

00:17:42: Erfolgreiche Augmented Reality muss das Gegenteil sein.

00:17:45: Nicht mehr Informationen sondern bessere Informationen.

00:17:49: Richtig im richtigen Kontext und danach ist es wieder weg!

00:17:53: Die beste augmented reality Brille könnte also diejenige sein, die ich einfach vergesse Weil sie so natürlich ist und so sehr an mich angepasst ist, dass das... Obwohl sie mitten in meinem Gesicht sitzt.

00:18:05: Und obwohl sie Teil meines Äußeren ist, Sie überhaupt nicht mehr warnen.

00:18:10: Ja?

00:18:10: Und so ein Objekt muss nicht einfach nur technisch funktionieren.

00:18:14: Sie muss bequem sein, sie muss auch noch verließt sein.

00:18:16: Vor allem muss sie sozial akzeptiert sein.

00:18:21: Wenn ich so eine Smartglasses trage, die werden ja häufig dann auch entsprechend mit perversen, pervertglasses oder was auch immer bezeichnet.

00:18:34: Ja, filmt werde ich gerade gefilmt.

00:18:36: Wir würden Gespräch grade aufgezeichnen und ich weiß es nicht.

00:18:40: Welche Daten werden wie verarbeitet?

00:18:41: Also Google Glasses ist da ein Beispiel.

00:18:45: Also der Glasshole waren dann die Menschen, die diese brillende Eröffnlichkeit tragen.

00:18:54: Technische Machbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz sind zwei verschiedene Dinge.

00:19:00: Von daher ist vielleicht der Begriff Spatial Computing besser als Metaverse.

00:19:06: Die realen und die digitale Welt sind keine Konkurrenten, sie ergänzen sich.

00:19:12: Und vielleicht erleben wir gerade auf dieser Basis eine Umkehrung.

00:19:15: Jahrzehnte lang haben wir versucht Menschen immer tiefer in digitale Welten zu ziehen.

00:19:20: Erst am Desktop dann das Internet, Smartphone, Virtual Reality, Metaverse... kommt die digitale Welt zu uns.

00:19:27: In das Auto, in unser Zuhause, unsere Kleidung an unseren Körpern und unser Sichtfeld.

00:19:32: Technologie muss nicht mehr schreien.

00:19:35: hey hier bin ich!

00:19:37: Sie ist einfach da wenn wir sie brauchen.

00:19:40: Ich möchte weiterhin Menschen treffen durch Las Vegas laufen Motorrad fahren am Meer sitzen dann ein old-fashioned trinken mit dem Barkeeper diskutieren.

00:19:46: Ja das Leben ist erstaunlich analog auch heute noch Und dass es richtig gut so.

00:19:52: Technologie kann unser Leben bereichern.

00:19:55: Sie muss es nicht ersetzen.

00:19:57: Und vielleicht war die große Vision das Metaverse von Anfang an falscher rum gedacht.

00:20:04: Ja, die Zukunft entsteht nicht dadurch dass Menschen in digitale Welten gehen.

00:20:08: Die Zukunft entstehe dadurch... ...dass die digitale Welt lernt sie sinnvollen unsere menschliche analoge Welt einzuführen.

00:20:23: Nächster Punkt vom Produkt zum Ökosystem.

00:20:26: Man kann es mit einem Spruch meines Freundes Ilja Greszkowitz zusammenfassen, niemand gewinnt allein.

00:20:37: Früher war ein Auto ein Auto.

00:20:39: Ein Fernseher ein Fernsehr, ein Telefon ein Telephone.

00:20:41: Man kaufte einen Produkt mit einer Funktion oder vielleicht zwei man nutzte es und fertig.

00:20:48: diese Welt ist seit dem Erscheinen der Smartphones vor zwanzig Jahren am verschwinden.

00:20:56: wenn ich jetzt meine Fünf CES Reports nebeneinander lege dann sehe ich eine Entwicklung die Vielleicht sogar fundamentaler ist als KI, Robotik oder autonomes Fahren.

00:21:08: Produkte verlieren ihre Grenzen und der Wert für den Menschen entsteht zwischen Produkten.

00:21:19: Na ja, in dem Jahr zwanzig zweiundzwanzig waren auf das CES noch klar abgrenzte Bereiche zu sehen.

00:21:24: Automotive, IoT, Gesundheit, Consumer Electronic... Das Ganze wird immer schwieriger!

00:21:33: Diese Trennung wird immer schwer aufrecht zu erhalten.

00:21:35: Die Frage einfach nur was ist ein Auto?

00:21:38: Es ist ein Fahrzeug, es ist ein rollender Computer.

00:21:40: Ist das ein Softwareprodukt?

00:21:42: Ist es Teil eines Energiesystems?

00:21:44: Das ist Teil eines Datensystems eine Plattform?

00:21:47: die Antwort auf diese frage lautet schlicht und eröffnet ja Ja in zwanzig dreiundzwanzig zeigte sammelsen schon wo die reise hingeht.

00:21:55: über meta sollten unterschiedliche geritte miteinander kommunizieren auch von amazon und google.

00:22:01: Ein kühlschrank redet mit irgendwas cool Und dahinter steckt eine fundamentale Veränderung.

00:22:10: Also der Wert für den einzelnen Menschen entsteht zunehmend nicht mehr allein in einem einzelnen Produkt, er entsteht zwischen Produkten in einem Ökosystem aus verschiedenen digitalen Produkten und Connectivity.

00:22:31: die Verbindung ins Internet zwar mal ein Feature Früher war es bemerkenswert, wenn ein Auto mit dem Internet verbunden war.

00:22:38: Dann kam Bluetooth und CarPlay und ein Auto und Cloud Services über die Air Updates, ganze Streamings und Apps... Heute fragen wir nicht mehr ob ein Auto connected ist sondern wir fragen funktioniert mein digitales Leben dort weiter?

00:22:53: Oder wie es mal einen deutlich jüngerer Mensch als ich ausgedrückt hat Ich möchte nicht dass mein Leben endet nur weil ich in einem Auto sitze.

00:23:04: Also das Produkt wird zum Zugangspunkt für ein Ökosystem.

00:23:10: Ein Smartphone ist schon lange kein Telefon mehr, eine Smartwatch ist keine Uhr mehr.

00:23:14: und ein Software-defined Vehicle, ein software definiertes Fahrzeug wird zunehmend eine Plattform fürs Services, Daten, Entertainment und digitale Identität.

00:23:23: Das ist Teil Pferd, es ist eine Selbstverständlichkeit.

00:23:28: Das andere obendrauf – das ist das was die wahre Differenzierung erzeugt.

00:23:31: Und im Jahr twenty-fünfundzwanzig wurde diese Verschiebung dann auch bei den CES Ausstellern sichtbar.

00:23:41: Technologie, Serviceunternehmen gewannen Raum also Firmen die für verschiedene Domänen, für Autohersteller, für Flugzeughersteller, für Mobilitätsherstelle, für Internethersteler Services oder Produkte Technologien liefern und die klassischen Automode von Unternehmen verschwanden teilweise oder in den Jahre zu komplett.

00:24:08: Und plötzlich kommt eine unangenehme Frage auf, die noch gar keine Antwort noch nicht so richtig sichtbar ist.

00:24:15: Wem gehörten?

00:24:15: der Kunde?

00:24:15: Wenn ich jetzt ein Auto habe, was völlig connected ist mit allen möglichen Apps und so weiter gehört der Kunte dem Autohersteller, dem Betriebssystem Hersteller ,dem Cloud Anbieter, dem AI-Anbietter, dem App Entwickler... ...oder demjenigen, der das Interface, die HMI, die Menschmaschinen Schnittstelle kontrolliert?

00:24:36: Und wenn die Schnittstelle zum Menschen kontrolliert, der kontrolliert einen erheblichen Teil der Wertschöpfung.

00:24:43: Kommen wir zu einem anderen Thema weg von der Mobilität des Smart Home.

00:24:51: Da kann man auch bestimmte Themen wunderbar daran sehen.

00:24:54: Ja, im Jahr twenty-fünfe und zwanzig präsentierte Samsung Home AI.

00:25:00: ja Haushaltsgeräte als intelligentes Netzwerk können auf individuelle Bedürfnisse reagieren.

00:25:06: Die Innovation ist nicht der Kühlschrank selber, sondern das Zusammenspiel zwischen Smartphone, Licht, Kühl schrank und so weiter.

00:25:16: Idee ist ein System, dass mein Tagesablauf, meine Gewohnheiten inklusive meines Autos, meines Kalenders kennt.

00:25:24: Und prinzipiell kann das natürlich unglaublich hilfreich sein oder unglaublich nervig!

00:25:31: Ich habe noch nicht gerade mal wieder probiert Und dann, neulich ist gerade mal wieder meine Statoranlage zu Hause ausgestiegen weil Spotify mein Streamingdienst nicht so richtig drauf lief.

00:25:43: Ja und dann freut er mich wieder.

00:25:44: klar ich habe jetzt hier wieder eine Stunde rein gesteckt irgendwas zu resetten und zu programmieren und so downzuloden und Passworder einzugeben und nervt.

00:25:58: Nervt unglaublich!

00:26:00: Ein Problem davon ist das Menschen aufsgesprochen schlecht standardisiert sind.

00:26:06: Wir ändern Gewohnheiten, wir kaufen Geräte unterschiedlicher Hersteller, wir haben Gäste, wir ziehen um und manchmal wollen wir einfach nur das Licht einscheiden ohne App, ohne Account, ohne Update, ohne your device is currently unavailable.

00:26:19: ich finde jetzt mal gerade dein Gerät nicht.

00:26:23: deshalb entscheidet nicht die Konnektivität also die Verbindung über den Erfolgsrecher-Systeme sondern wie alltagstauglich ist es denn eigentlich?

00:26:36: Ja, da war diesen unglaublich lästigen Thema dem Dimension.

00:26:41: Der Mensch als Kernpunkt und auch der Mensch, das ist derjenige, der konstruiert und baut und verkauft und auf der anderen Seite aber auch konsumiert und vor allem auch Wert haben möchte davon was er sich da entsprechend zugelegt hat und was da entsprechend in seinem Haus rumsteht, in seinem Geiste vorhanden ist.

00:27:04: Mein CS-Report, der aktuell beschreibt eine Industrie, die zunehmend von Software Ökosystemen und Cloud Services von KI Geschäftsmodellen geprägt wird.

00:27:14: Also das Auto ist nicht mehr irgendwo unter ein Teil des Technologiestacks sondern das Auto steht ganz oben.

00:27:22: Da drunter liegen Chips, Sensoren, Software, Cloud, Daten, künstliche Intelligenz, Betriebssysteme... Das Fahrzeug ist plötzlich eine App, eine Anwendung Ja, und für jemanden der aus der klassischen Automobilwelt kommt ist es eine Beleidigung.

00:27:40: Aber ich glaube das stimmt!

00:27:42: Damit verändern sich die Machtposition in der Fahrzeugindustrie.

00:27:45: Die technologische Infrastruktur kontrolliert Gewinneinfluss auf Geschwindigkeit, Innovation, Wertschöpfung Und für die klassischen OEMs, für die klassischen Fahrzeugehersteller Für die Audis BMWs und Mercedes dieser Welt entsteht dieses strategisches Risiko dass sie die technologische Souveränität verlieren.

00:28:06: Weil die klassischen Fahrzeug-Themen weniger Bedeutung bekommen und die neuen Themen, Konnektivitäts-, Software-, Elektronik – das sind eigentlich ein Treiber der Entwicklung!

00:28:19: Und meine Befürchtung ist man kann weiterhin hervorragende Autos bauen und trotzdem verlieren!

00:28:26: Ja Motorgetriebe, Fahrwerk, Korazerie, Produktionsqualität alles wichtig keine Frage.

00:28:32: aber Die Kunden erwarten zunehmend mehr Software-basierte Experience, Erfahrungen die sie auf Basis der Software machen.

00:28:40: Auf Basis von Künstlicher Intelligenz, von digitalen Services und von Integration.

00:28:46: Dann kann ein Unternehmen ausgezeichnete Hardware liefern und trotzdem nur noch den kleinsten Teil der Wertschöpfung kontrollieren oder drastischer.

00:28:56: Die Fahrzeugherstellern bauen eine Schachtel in der jemand anders sein Geschäft macht.

00:29:04: Und das Problem ist, kein Automobilhersteller kann gleichzeitig der beste Entwickler von Halbleitern, AI-Modellen und Cloudinfrastruktur, Betriebssystemen, Batterien und Fahrzeugen sein.

00:29:14: Deshalb brauchen wir Kooperationen, Partnerschaften, Plattformen, Standards – und es klingt alles super!

00:29:22: Wenn man kommt die Kohle ins Spiel dann wird aus.

00:29:25: Lass uns ein Ökosystem bauen ziemlich schnell.

00:29:28: Wer besitzt eigentlich den Kunden?

00:29:31: Wer verdient hier das Geld?

00:29:34: Ja, nur offene Systeme bieten Freiheit, bieten Wettbewerb.

00:29:39: Erzeugen aber auch Komplexität.

00:29:42: Geschlossene Systemes ermöglichen kontrollierte User Experiences erzeugen Aber auch erhebliche Abhängigkeiten.

00:29:50: und zwischen diesen beiden Wegen Welcher ist der Richtige?

00:29:56: Da gibt es keine einfache Antwort.

00:30:01: In dieser Situation könnte die KI zum Orchesterator werden zum Dirigenten werden.

00:30:11: Ich sehe AI nicht nur als ein weiteres Produkt in dem Ökosystem, sondern sie könnte das gesamte System orchestrieren zu einem wunderbaren Zusammenspiel bringen wie einen Dirigent, ein Orchester aus einzelnen Violinen und Bratschen und Jelly orchestriert und dann gemeinsam ein wunderbares Stück Musik zu präsentieren.

00:30:39: So könnte KI das auch mit Technologie machen.

00:30:42: Heute sage ich scheißes Licht an, starte die Navi, stelle die Temperatur auf einen zwanzig Grad.

00:30:47: Morgen sag' ich vielleicht nur Ich komme jetzt zum Abendessen nach Hause Und das System klart Die Fahrt reguliert die Heizung berücksichtigt mein Kalender Sorgt dafür dass es Bier kalt steht.

00:30:58: Jetzt sind wir da angekommen.

00:31:00: Das ist ein echter Wert Wäre doch mal wirklich eine wunderbare Sache.

00:31:05: Problem ist, wer kontrolliert an dieses System?

00:31:07: Google, Apple, Amazon, Mercedes, Audi, BMW, ein unabhängiger AI-Agent.

00:31:16: Ich... die Bequemlichkeit, die Convenience hat einen Preis.

00:31:24: Je besser ein Ökosystem mich kennt, desto besser kann das funktionieren!

00:31:28: Aber dafür wiederum brauche ich Daten.

00:31:30: Wo bin ich?

00:31:30: Was graf ich ein?

00:31:31: mit wem kommuniziere ich?

00:31:32: was interessiert mich?

00:31:34: Ein perfektes digitales Ökosystem braucht ein detailliertes Modell seines Nutzers.

00:31:40: Und damit entsteht dann die nächste entscheidende Frage, wie viel Bequemlichkeit tauschen wir gegen wieviel Autonomie?

00:31:49: Also ein digitales ökossystem sollte mir dienen und nicht umgekehrt.

00:31:55: Ja nun bringt mich dann auch wieder zurück zu meiner Herkunftswissenschaft.

00:32:00: ja Human Center Design muss deshalb mehr leisten als gute Interfaces.

00:32:04: Wir müssen Systembeziehungen gestarten, das sind transparent kontrollierbar verständlich wechselbar sein und möglich ist so dass der Mensch nicht zum Rohstoff des Geschäftsmodells wird.

00:32:21: für die Zukunft sehe ich dass weniger wichtig werden also nachlassen des Einflusses einzelner Produkte sondern die Dominanz von Systemen.

00:32:34: also zwanzig zweiundzwanzig dominierten Einzelprodukte.

00:32:37: Dreiundzwanzig wurde die Vernetzungswichtjahr, vierundzwenzig und zwanzig kamen Software-KI-Konnektivität auf.

00:32:45: Und zwanziesächsenswanzig waren viele der Industrien ganz besonders die Automobilindustrie auf einem Weg von Produkten zu Plattformen.

00:32:56: Die KI braucht Daten.

00:32:58: Daten brauchen Konnektivity, Sensoren liefern Kontext, Liefern Kontakte, Roboter geben KI einen Körper... ...und Augmented Reality verbindet die Digitalinformation mit der Realität.

00:33:10: Und das alles wächst zusammen und je komplexer eine Technologie wird, desto wichtiger wird der Mensch – nicht weniger wichtig mehr!

00:33:21: Die entscheidende Frage ist nicht welche Technologie gewinnt sondern wer das System gestaltet in dem diese Technologien zusammenwirken?

00:33:30: Also die Zukunft ist kein einzelnes Produkt was irgendwann hergestellt und geliefert wird.

00:33:37: ist ein System, was wir gerade waren.

00:33:47: Kommen wir zum letzten Punkt der heutigen Folge und dieser drei Folgen über fünf Jahre CIS.

00:33:57: auch ich habe mich verändert.

00:33:59: die fünf Jahre haben nicht nur meinen Blick auf Technologie verändern sie verändern denjenigen der hinschaut.

00:34:07: Ja, also ... ... bin ich anders über die CES gelaufen als ... ... sind immer noch über ... ... in den vier Tagen zurückgelegt habe.

00:34:18: Ich schaue an das hin!

00:34:20: Früher wollte ich wissen was Neues.

00:34:22: Was kommt?

00:34:23: Welches Unternehmen zeigt was Überraschendes?

00:34:24: Was wird der nächste große Trend?

00:34:26: Und all das interessiert mich heute auch noch.

00:34:29: Ich bin tief im Herzen und immer noch Ingenieur.

00:34:32: Da kriegt man es nicht weg.

00:34:34: Technologie ist faszinierend... Heute reicht mir das nicht mehr.

00:34:40: Früher wollte ich nach der CES wissen, welche Trends die nächsten zwölf bis vierundzwanzig Monate bestimmen und zwanzig zweiundzwangzig dreiundzwannzig funktionierte das plötzlich nicht mehr.

00:34:49: Die Richtung wurde unklar.

00:34:52: Ja?

00:34:52: Vierundzwanzig wurde AI sichtbar, fünfundzwansig dominierte AI.

00:34:57: Damals hätte ich vielleicht gesagt Da ist er!

00:35:00: Der Trend!

00:35:00: Das ist es.

00:35:01: Das ist der eine Punkt den nehme ich mit von der CIS Und der prägt meine Arbeit die nächsten ein bis zwei Jahre.

00:35:09: Heute sieht es anders.

00:35:10: Es gibt nicht die Zukunft!

00:35:13: Wir reden häufig über Zukunft als wäre sie wie ein Zug, ja?

00:35:17: Da kommt irgendwann der Mann auf an und dann steigen wir ein und fahren damit in die Zukunft hinein.

00:35:23: Ich glaube heute das Zukunft so nicht funktioniert.

00:35:27: Es gibt viele mögliche zukünfte.

00:35:30: Technologie eröffnet diese Möglichkeiten Aber sie entscheidet nicht welche davon Realität wird.

00:35:36: Das tun wir als Menschen Und früher habe ich mich gefragt was kommt?

00:35:41: Heute frage ich mich, was wollen wir?

00:35:43: Das klingt ähnlich.

00:35:45: Ist aber etwas völlig anderes.

00:35:48: Was kommt macht uns zu passiven Beobachtern.

00:35:52: Was Wollen Wir?

00:35:54: macht uns zur aktiven Gestaltung.

00:35:57: Autonomofahrzeuge, humanoide Roboter generative Künstliche Intelligenz smart glasses physical AI also die physische Künstlichen Intelligenzen.

00:36:06: alles Optionen sind alles Möglichkeiten Aber keine festgelegte Zukunft.

00:36:14: Because we can, reicht mir nicht mehr!

00:36:18: Ich bin skeptischer geworden und damit dann auch für viele Leute sehr viel unmerkwärmer.

00:36:24: Ja, in den Vierundzwanzig habe ich schon zum Thema Software die Frage gestellt wo ist denn der echte Wert?

00:36:32: Wo liegen Wert- und Wertschöpfung?

00:36:34: Wem gehören die Daten?

00:36:35: Wom gehört der Kunde?

00:36:36: Und wie verbessert die Technologie das Leben der Menschen?

00:36:42: Mich interessieren die Frage heute mehr als Rechenleistung, Lines of Code oder die Anzahl der Funktionen und bei vielen CES-Produkten beobachte ich dieselbe Reihenfolge.

00:36:50: Erst Technologie dann Produkt und dann sucht irgendjemand verzweifelt nach einem Use Case.

00:36:57: Am Ende erklärt uns das Marketing warum wir ohne dieses Produkt bisher eigentlich nicht haben leben können?

00:37:03: Und sowas macht mich misstrauisch!

00:37:05: Nicht gegenüber der Technologie sondern gegenüber diesem Prozess dieser Reihenfolge.

00:37:12: Technologie sollte eine Antwort sein und nicht die Frage.

00:37:19: Ein riesiger Bildschirm ist natürlich erst mal beeindruckend für eine kurze Zeit, ein humanoider Roboter der Taiji macht erstmal toll aber irgendwann kommt die Frage und jetzt?

00:37:33: Für wen ist es gut welches Problemlöstes?

00:37:36: was wird einfacher sicherer oder menschlicher?

00:37:40: und Ist er nutzen groß genug um zusätzlich Komplexität zu rechtfertigen?

00:37:45: Viele CES-Produkte überleben diesen Filter nicht.

00:37:47: Fortschritt bedeutet für mich, nicht mehr automatisch mehr.

00:37:50: Mehr Displays, mehr Sensoren, mehr Funktionen, mehr KI, mehr Daten – das ist keine Qualitätsdimension.

00:37:56: In den vergangenen Jahren wurde das bei Automotive HMIs deutlich sichtbar.

00:38:02: Die gigantischen Displays zwischen den beiden A-Säulen, die gesamte Amaturenbrett ein einziges Display waren weitgehend verschwunden.

00:38:13: Stattdessen eher kleinere Displays, bessere Integration und vor allem mehr Orientierung an konkrete Use Cases.

00:38:20: An echte Werte die geschaffen wurden also weniger besser Und ich mag diese entwickeln.

00:38:29: Ich achte inzwischen auf das was fehlt Also früher eher so die Exponate.

00:38:36: Heute interessiert mich was nicht da ist.

00:38:38: Welche Unternehmen fehlen?

00:38:39: Welche Technologie ist verschwunden?

00:38:41: über welchen Hype redet niemand mehr?

00:38:44: Ja, in den Jahren die Abwesenheit war fast alle Automotive-REMs aller Fahrzeughersteller für mich mindestens genauso interessant wie manches neue Produkt.

00:38:53: Abwesenheit ist Information.

00:38:55: Sie erzählt uns was über Budgets, Prioritäten und Unsicherheitenstrategien.

00:39:00: Auch die Widersprüche interessieren mich immer mehr.

00:39:03: KI soll Arbeit abnehmen und produziert neue Komplexität.

00:39:07: Autonomie soll entlasten und erzeugt neue Fragen zu Vertrauen und Kontrolle.

00:39:12: Konnektivität bringt Komfort und Abhängigkeit.

00:39:16: Digitalisierung soll all das einfacher machen, und plötzlich kehren physische Knöpfe zurück.

00:39:22: Genau dort entstehen die interessanten Fragen.

00:39:26: Die CES ist für mich mehr-und-mehr ein Radar geworden – keine Kristallkuhel!

00:39:32: Eine Kristallgugel soll sagen was passieren wird?

00:39:34: Ein Radar zeigt, was sich bewegt wie schnell in welche Richtung etwas näher kommt oder verschwindet.

00:39:41: So sehe ich heute CES, als Ort für frühe Signale Abhängigkeiten Machtverschiebungen nicht für frechfertige Antworten.

00:39:50: Und... Ich muss trauen Menschen zutiefst die angeblich ganz genau wissen wie die Welt-Welt-Zwanzig-Fuhrmundrersicht aussehen wird.

00:39:58: Die sind mir auf PowerPoint Folien zeigen können.

00:40:00: Natürlich können wir es hier nahe entwickeln.

00:40:01: Wir können Signale beobachten Technologien bewerten Wahrscheinlichkeiten abschätzen.

00:40:06: Aber Zukunft ist kein Vorkast in Excel.

00:40:10: Sie entsteht aus Milliarden Einzelentscheidung Und deshalb frage ich mich heute weniger, was wird passieren?

00:40:17: Sondern was könnte passieren und welche Möglichkeiten wollen wir unterstützen.

00:40:23: Das ändert natürlich auch in meiner Arbeit.

00:40:25: Meine Aufgabe kann nicht daran bestehen Unternehmen zu erklären, welche Technologie die Zukunft ist.

00:40:29: Ja Kai investiere ein Metaverse Stop Humanity Roboter auf jeden Fall angucken.

00:40:35: So funktioniert Strategie nicht.

00:40:37: Die entscheidenden Themen sind andere.

00:40:39: Was bedeutet eine Technologie für dieses konkrete Unternehmen?

00:40:43: Welchen Wert schafft sie in einem konkreten Produkt?

00:40:45: Welche Probleme löst Sie, welche neue Probleme erzeugt sie.

00:40:48: Was passiert wenn wir investieren und was passiert dann, wenn wir es nicht tun?

00:40:52: Und die unangenehmste Frage an vielen Punkten ist müssen wir das überhaupt machen?

00:40:56: Deshalb versuche ich heute Technologien zu verstehen, zu bewerten und zu priorisieren.

00:41:02: Dann muss jemand entscheiden wie wir investiert werden, wie erforscht werden, wer stammt.

00:41:09: Natürlich ist es weniger sexy als die zehn nächsten Technologien, die alles in twenty-seven und zwanzig ändern werden.

00:41:18: Sorry!

00:41:20: Aber wahrscheinlich ist das was ich tue deutlich nützlicher.

00:41:23: Unternehmen scheitern selten daran dass sie keine Technologin kennen.

00:41:28: Sie scheittern daran, dass sie nicht wissen welche Aufmerksamkeit welchen sie aufmerksam hat Welchen sie ressourcen menschlich ressourzen und welchen sich geld zur Verfügung stellen sollen.

00:41:44: Ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit Human Machine Interaction, mit Mensch-Maschine-Schnittstellen, mit Ergonomie, Usability und User Experience.

00:41:54: Mein Blick ist aber deutlich breiter geworden.

00:41:56: Userability reicht nicht.

00:41:57: User Experience reicht nicht.

00:41:59: Selbst Human Center Design reicht manchmal nicht.

00:42:02: Die Frage ist größer Welche Beziehungen wollen wir zwischen Menschen und Technologie?

00:42:07: Solltechnologie uns ersetzen unterstützen entlasten Entscheidungen abnehmen, Fähigkeiten erhalten, verbinden und uns einfach in Ruhe lassen.

00:42:20: Und das sind keine reinen Fragen mehr die die Menschmaschineschnittstelle betreffen.

00:42:25: Das sind gesellschaftliche Fragen!

00:42:28: Ich glaube weiterhin ganz klar an Technologie, an künstlichen Intelligenz, an Robotik, an Autonomie, an Software.

00:42:35: alles so ob keine Frage.

00:42:37: ich glaube aber nicht mehr dass technologischer Fortschritt automatisch menschlicher Fortsschritt ist.

00:42:46: Zwischen technologischem Fortschnitt und menschlichem Fordschritt liegen Gestaltung, Entscheidung und Verantwortung.

00:42:57: Gut!

00:42:58: Kommen wir nochmal zu einem kleinen Abschied und einen kleinen Ausblick nicht Abschied.

00:43:03: Ein kleiner Ausblick CES-Vierundzwanzig Sechster des neunter Januar Las Vegas.

00:43:08: Wer dort ist kontaktiert mich.

00:43:11: Ich bin vor Ort.

00:43:12: Wir werden uns dann gerne treffen können.

00:43:15: Ich bin wieder mit meinen Freunden von P-III auf dem Stand.

00:43:17: Wir können da also ohne weiteres auch einen Kaffee zusammen haben oder ein Drink und Sitzplätze sind meistens auch zur Verfügung, also wer auch nur einfach nur geschlaucht ist und gerne kommen möchte herzlich willkommen!

00:43:32: In der Las Vegas gefahren um zu sehen was die Zukunft bringt... ...in den nächsten Jahren habe ich dort noch möglichen zukünften gesucht und es macht einen gewaltigen Unterschied.

00:43:41: Vielleicht werden autonome Fahrzeuge selbstverständlich, vielleicht bleiben private Autos zentral.

00:43:46: Vielleicht wird AI zum wichtigsten Interface, vielleicht entdecken wir gleichzeitig analoge Interaktionen neu?

00:43:51: Vielleicht tragen wir irgendwann alles Smart Glasses, vielleicht schauen wir im Jahr zwanzig-zweiunddreißig darauf zurück und lachen.

00:43:57: Wir wissen es nicht!

00:43:58: Und das ist überhaupt kein Problem.

00:44:00: Es ist die Chance, die wir haben.

00:44:02: Ja ich werde also am Januar wieder über den Gesicht des Las Vegas Convention Center laufen und ich werde Autos Roboter Displays KI anschauen Und viele Dinge, deren Sinn sich mir auch nach längerem Nachdenken nicht wirklich erschließt.

00:44:18: Aber ich werde nicht versuchen dort die eine Zukunft zu finden.

00:44:23: Ich werde nach Signalen suchen, nach Widersprüchen, nach Dingen, die fehlen, nach Technologien, die echten Wert schaffen und nach Entwicklungen, die wir vielleicht später oder früher, früher oder später stoppen sollten.

00:44:37: Vor allem suche ich aber noch Möglichkeiten.

00:44:40: Ja, denn die Zukunft wird auf das CES nicht ausgestellt.

00:44:43: Dort sehen wir einige ihrer möglichen Bausteine.

00:44:48: Was wir daraus bauen, entscheiden wir als Menschen selbst!

00:44:57: Das war's mit meiner kleinen Dreierfolge zum Thema die vergangenen fünf Jahre CIS von zwanzig zweiundzwanzig bis zwanzin sechsundzwannzig.

00:45:06: welche Trends was haben wir gesehen und was hat es vor allem auch mit mir gemacht?

00:45:12: Es wird wieder andere Themen geben hier Aber mir war es wichtig, diese drei Folgen zu machen um euch aufzuzeigen.

00:45:20: Wo sind denn jetzt wirklich die Verwebungen der einzelnen Technologien, Bausteine, die die Zukunft gestalten werden?

00:45:31: Wenn euch die Folge gefallen hat empfehlt mich weiter.

00:45:34: je mehr mir zuhören das du lieber.

00:45:35: ist es mir dass du.

00:45:36: andere Menschen können.

00:45:38: meine Gedanken welt folgen freut mich einfach Sendet mir Feedback an.

00:45:43: Podcast at beyond-hmi.de.

00:45:48: Wie hat es euch gefallen?

00:45:50: War das eine sinnvolle Sache, dass ich durch die letzten fünf Wärme durchgegangen bin?

00:45:54: Ich freue mich über jedes Feedback.

00:46:02: Das war's für heute!

00:46:05: Ich bedanke mich dafür, dass du Zeit mit mir verbracht hast.

00:46:08: Du hast etwas für dich getan was dir keiner mehr nehmen kann.

00:46:11: Für einen weiteren Austausch findest du mich auf LinkedIn Und auf meinen Webseiten www.peter-rösker.com oder unter www.beyond-hmi.de.

00:46:28: Bis zum nächsten Mal, pass auf dich hierauf und bleibt gesund!

Über diesen Podcast

Es geht um das Verhältnis von Mensch und Technik, um die Gestaltung von Technologie. Es geht darum, wie wir unsere Leben zurückbekommen, indem wir uns aus der Technologiesucht befreien. Technologie hat zwei dicke Probleme: sie ist schwer zugänglich und sie macht süchtig. Ich möchte das Leben meiner Zuhörer besser machen, in dem ich ihnen die Augen öffne, was die Gestaltung von und den Umgang mit Technologie angeht. Mein Ziel ist es, den Blick auf die Welt verändern und sie damit zu einem besseren Ort machen.

von und mit Dr. Peter Rössger

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